Handel

    Grösster Teil gefälschter Medikamente sind Erektionsförderer

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    Bern,

    Der Schweizer Zoll hat 948 Sendungen abgefangen. In zwei Drittel davon waren Mittel zur Erektionsförderung enthalten.

    Potenz-Pillen dominieren den illegalen Medikamentenhandel übers Internet. (Archivbild)
    Potenz-Pillen dominieren den illegalen Medikamentenhandel übers Internet. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mittel zur Erektionsförderung dominierten den illegalen Online-Medikamentenmarkt.
    • Der Schweizer Zoll hat in einer Aktionswoche 948 Sendungen abgefangen.
    • In zwei Drittel davon waren Mittel zur Erektionsförderung enthalten.

    In einer internationalen Aktionswoche gegen den illegalen Onlinehandel mit Arzneien hat der Schweizer Zoll 948 Sendungen abgefangen. Zwei Drittel davon enthielten Mittel zur Erektionsförderung. Diese beherrschen den illegalen Online-Medikamentenmarkt seit Jahren.

    Die von Interpol koordinierte Aktion lief vom 23. bis zum 30 Juni, wie das schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic am Mittwoch mitteilte. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) kontrollierte die Sendungen.

    Coronavirus swissmedic
    Swissmedic ist die Schweizer Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte. - Keystone

    Die Aktionstage fanden zum 15. Mal statt. Insgesamt beteiligten sich 94 Länder daran. Die Fahnder zogen dabei drei Millionen Einheiten gefälschter Arzneimittel aus dem Verkehr.

    Allein im Postzentrum Zürich-Mülligen beschlagnahmten BAZG, Swissmedic, Swiss Sport Integrity und die Gesundheitsbehörden des Fürstentums Liechtenstein 231 Sendungen. Auffallend viele Sendungen von Viagra und anderen zugelassenen Erektionsförderern stammten aus Hongkong.

    Professionelle Kriminelle stecken hinter illegalem Handel

    Auf den weiteren Plätzen lagen Polen und Indien. Am meisten gefälschten Medikamente produziert Asien, die nachgeahmten Potenzmittel stammen meistens aus Indien.

    Die Heilmittelbehörden stehen mit den Herkunftsländern in Kontakt, damit diese gegen die Quellen vorgehen. Beschlagnahmte Betäubungsmittel zeigten die Kontrolleure bei den Kantonen an.

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    Ein Mitarbeiter des Schweizer Zolls. (Symbolbild) - Keystone

    Nach Swissmedic-Angaben stecken hinter dem illegalen Handel professionelle und international vernetzte Kriminelle. Sie benutzen illegale und verschlungene Vertriebswerke und verändern sich ständig.

    Illegal gehandelte Medikamente gefährden laut Swissmedic die Gesundheit von Patientinnen und Patienten vorsätzlich. Sie enthalten häufig keine oder weniger als die angegebene Menge der deklarierten Wirkstoffe.

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