FDP-Nationalrätin ruft zur Blutspende für Büsi auf
Jacqueline de Quattro sucht für die Katze der Schwester einen Blutspender. Das Tier brauche dringend eine Transfusion.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Katze der Schwester von Jacqueline de Quattro braucht eine Transfusion.
- Die FDP-Nationalrätin teilt den Spender-Suchaufruf auf Instagram.
- Sie schreibt: «Bitte helft uns.
Es ist ein ungewöhnlicher Aufruf, den FDP-Nationalrätin Jacqueline de Quattro am Mittwoch teilte: Sie sucht einen Blutspender – für die Katze ihrer Schwester.
Die Waadtländerin postete dafür ein Foto der weissen Katze sowie den Aufruf einer Tierklinik: «Einer unserer Patienten braucht dringend eine Bluttransfusion», steht dort. Da das Tier eine seltene Blutgruppe habe, werde es nach Bern verlegt, wo eine Konserve bereitstehe.
Es könne jedoch sein, dass das Blut nicht kompatibel sei oder in den nächsten Tagen weitere Transfusionen nötig würden. Deshalb sollten sich spendewillige Halter mit einer geeigneten Katze doch schnellstmöglich melden.
Die Nationalrätin schreibt: «Bitte helft uns, Everest zu retten.»
Jacqueline de Quattro ist in Bundesbern weniger für ihre Liebe zu Tieren bekannt als für ihre sicherheitspolitischen Vorstösse. Sie setzt sich ein für eine starke Armee und eine sichere Schweiz ein.
Doch als Waadtländer Staatsrätin kämpfte sie auch für die Umwelt: So trieb sie den Ausbau der erneuerbaren Energie stark voran. 2016 sorgte sie mit einer Schwan-Aktion für viel Aufsehen – und Jubel sowie Kritik bei Tierschützern.
Aufsehenerregende Schwan-Aktion von Jacqueline de Quattro
Der Kanton holte einen ausgesetzten schwarzen Schwan aus dem Genfersee, um den Besitzer zu finden, was jedoch erfolglos blieb. Das Tier wurde in einen Zoo gebracht, Unterstützer forderten aber dessen Freiheit.
Von Fotografen begleitet setzte de Quattro den Schwan dann wieder im Genfersee aus. Einige Tierschützer warfen ihr aber vor, das bloss für die Medien gemacht zu haben.

Ein Jahr später, sie war weiterhin nur in der Kantonal-Politik aktiv, bewarb sie sich auf den Bundesratssitz von Didier Burkhalter. Jacqueline de Quattro begründete den Schritt auch damit, dass es eine weitere Frau in der Landesregierung brauche. Und zeigte so ihre feministische Seite. Sie war zeitweise auch Präsidentin der FDP-Frauen.
Die Juristin wurde im Oktober 2019 in den Nationalrat gewählt, wo sie in der sicherheitspolitischen Kommission ist. Drei Jahre später wollte sie in den Ständerat, wurde von ihrer Partei aber nicht nominiert.



















