Gesundheit Aargau: Stürze und Knochenbrüche im Winter vermeiden
Glatteis ist häufig die Ursache für Stürze und Knochenbrüche. Mit den richtigen Schuhen, Techniken und einer klugen Vorgehensweise schützen Sie sich.

Das Wichtigste in Kürze
- Glatteis ist gefährlich, weil es kaum sichtbar ist und zu schweren Stürzen führen kann.
- Gutes Schuhwerk kann das Sturzrisiko im Winter deutlich reduzieren.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt entsteht auf Trottoirs oft tückisches Glatteis. Besonders gefährlich ist überfrierende Nässe, da sie kaum sichtbar ist und den Boden extrem glatt macht.
In der Schweiz führen solche Wetterlagen jedes Jahr zu Stürzen und damit zu Knochenbrüchen. Wer einmal ausrutscht, merkt schnell, wie wenig Zeit für eine Reaktion bleibt.
Warum Glatteis so gefährlich ist
Stürze sind nicht nur ein Thema für ältere Menschen, sondern betreffen auch Berufspendler und Familien. Ein ungünstiger Schritt, ein hastiger Richtungswechsel oder falsches Schuhwerk reichen oft schon aus.
Häufig enden solche Unfälle mit Verstauchungen, Prellungen oder Brüchen am Handgelenk und am Sprunggelenk. Auch Schulterverletzungen und Hüftfrakturen kommen im Winter häufiger vor.

Neben Glatteis spielen auch Schneematsch, nasse Laubhaufen und schlecht geräumte Wege eine Rolle, wenn es um Stürze geht.
Gesundheit Aargau: Aktuelle Zahlen aus der Schweiz
Auch die Suva liefert 2026 bereits Zahlen zur Sturzgefahr im Freien. Demnach passieren im Winter insgesamt 21'140 Stolperunfälle draussen.
Davon ereignen sich 10'750 direkt auf Schnee und Eis, was die Bedeutung des Untergrunds unterstreicht. Die Suva erwähnt zudem, dass besonders frühe Morgenstunden ein erhöhtes Risiko mit sich bringen.

Wer Stürze vermeiden will, sollte zuerst das Tempo anpassen und bewusst kürzere Schritte wählen. Ein stabiler Gang entsteht, wenn der Fuss flach aufsetzt und der Körperschwerpunkt über dem Standbein bleibt.
Viele Menschen rutschen, weil sie beim Gehen gleichzeitig aufs Handy schauen oder hastig überholen. Sinnvoll ist es, den Blick zwei bis drei Meter voraus zu richten und unebene Stellen früh zu erkennen.
Bei starkem Glatteis sollten ältere Menschen, wenn möglich, zu Hause bleiben. Hier ist das Risiko, zu fallen, besonders hoch.
Das richtige Schuhwerk kann vor Stürzen schützen
Gutes Schuhwerk ist im Winter eine einfache, aber wirksame Prävention gegen Knochenbrüche. Profilsohlen geben Halt, wenn sie nicht abgelaufen sind und genügend Tiefe haben.
Bei längeren Wegen können Spikes oder abnehmbare Schuhkrallen zusätzliche Sicherheit bieten. Wichtig ist, dass solche Hilfen sauber sitzen und beim Gehen nicht verrutschen.

Auch Kleidung beeinflusst das Sturzrisiko, weil sie Bewegungen und Sicht einschränken kann. Ein zu langer Mantel oder eine sperrige Tasche verändert das Gleichgewicht und erschwert schnelle Korrekturen.
Wer viel trägt, sollte den Rucksack bevorzugen, weil beide Hände frei bleiben. Bei Dunkelheit sind Reflektoren sinnvoll, damit man im Strassenraum früher gesehen wird.
Gesundheit Aargau: Risiken vermeiden
Auf dem Arbeitsweg hilft es, bewusst mehr Zeit einzuplanen und Umwege in Kauf zu nehmen. Geräumte Hauptwege sind oft sicherer als Abkürzungen über Nebenstrassen oder Parkwege.
An Steigungen lohnt sich eine Route mit Geländern oder Handläufen, besonders bei gefrorenen Treppen. Wenn möglich, sollte man mit kleinen Schritten quer zur Hangrichtung gehen und nicht frontal beschleunigen.

Im Alltag werden viele Verletzungen durch falsches Abfangen beim Sturz verursacht. Instinktiv stützen sich Menschen mit gestreckten Armen ab, was häufig zu Handgelenksbrüchen führt.
Besser ist es, den Körper möglichst nah am Boden zu halten und seitlich abzurollen. Natürlich gelingt das nicht immer, doch schon ein leichtes Abknicken der Arme reduziert die Belastung.
Nach dem Sturz richtig reagieren
Für ältere Personen spielt auch die körperliche Vorbereitung eine entscheidende Rolle. Muskeln und Gleichgewicht lassen sich mit einfachen Übungen verbessern.
Regelmässiges Treppensteigen, kontrolliertes Einbeinstehen oder gezieltes Krafttraining stabilisieren die Haltung. Wichtig ist dabei, die Übungen an die eigene Gesundheit anzupassen und Überforderung zu vermeiden.

Zu Hause lassen sich ebenfalls viele Risiken reduzieren, gerade nach einem Spaziergang bei Schnee. Nasse Schuhe auf glatten Böden sind eine häufig unterschätzte Sturzquelle in Eingangsbereichen. Rutschfeste Matten, gute Beleuchtung und eine freie Fläche zum Ausziehen helfen spürbar.
Auch Streusalz oder Splitt vor dem Haus kann entscheidend sein, falls man selbst dafür zuständig ist. Wer doch stürzt, sollte Schmerzen und Fehlstellungen ernst nehmen und nicht einfach weiterlaufen.
Bei starken Schmerzen, Taubheit oder sichtbarer Achsabweichung ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Schmerzen sofort behandeln
Bei Verdacht auf eine Fraktur sollte das Gelenk ruhiggestellt und möglichst nicht belastet werden. Gerade Hüft- oder Schulterverletzungen können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie zu spät erkannt werden.

Wer Technik, Ausrüstung und Verhalten kombiniert, senkt das Risiko für Stürze deutlich. Viele Knochenbrüche entstehen nicht durch Pech, sondern durch Eile, Ablenkung oder falsche Prioritäten.















