KESB Luzern: Personalaufstockung gegen steigende Belastung
Der Stadtrat von Luzern will zusätzliche Stellen bei der KESB, um steigende Fallzahlen und komplexere Verfahren zuverlässig bearbeiten zu können.

Wie die Stadt Luzern informiert, verzeichnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Stadt Luzern (KESB) in den letzten Jahren eine steigende Zahl an Gefährdungsmeldungen und einen stetigen Anstieg hängiger Verfahren.
Um weiterhin die fristgerechte Bearbeitung aller Verfahren sicherzustellen und die steigende Zahl der Gefährdungsmeldungen triagieren zu können, möchte der Stadtrat den Stellenetat der KESB erhöhen.
Er beantragt dafür dem Parlament ab 2027 zusätzliche Mittel von jährlich 431’300 Franken, was einem Sonderkredit von 4,3 Millionen Franken entspricht. Für das Jahr 2026 beantragt er einen Nachtragskredit von 251’600 Franken.
Stellenaufstockung für steigende Fallzahlen
Der Grosse Stadtrat wird das Geschäft voraussichtlich an seiner Sitzung vom 26. März 2026 beraten. Neben der quantitativen Zunahme der Fallzahlen zeigt sich zudem, dass die Fälle inhaltlich deutlich herausfordernder werden, dies beispielsweise aufgrund vieler Beteiligter und multifaktorieller und komplexer Problemstellungen.
Diese Entwicklung spiegelt eine gesamtgesellschaftliche Veränderung wider. Immer mehr Menschen benötigen Unterstützung in belastenden Lebenssituationen.
Der Stellenetat der KESB soll daher um insgesamt 280 Stellenprozent erhöht werden. Diese zusätzlichen Stellenprozente sollen auf die Kanzlei (100 Prozent), auf die Behördenmitglieder (80%) sowie auf den Rechtsdienst (100 Prozent) verteilt werden.
Sicherstellung der Leistungs- und Handlungsfähigkeit
Stadträtin und Sozial- und Sicherheitsdirektorin Melanie Setz betont die wichtige gesellschaftliche Rolle der KESB: «Die KESB übernimmt da Verantwortung, wo familiäre, soziale oder gesundheitliche Strukturen an Grenzen stossen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung benötigen.
Eine reibungslos funktionierende KESB ist in unser aller Interesse. Um das zu gewährleisten und um die bestehenden Mitarbeitenden zu entlasten, ist eine personelle Verstärkung nötig.»
Die Vorlage wird im Grossen Stadtrat voraussichtlich am 26. März 2026 beraten.






