Lars Guggisberg (SVP): «Mehr Nachhaltigkeit!»
Die Zuwanderung steht in der Schweiz erneut im Fokus. Das sagt der Berner SVP-Nationalrat Lars Guggisberg zu dem Thema.

Bereits vor über 12 Jahren – Anfang 2014 – hatte die Mehrheit der Schweizer die Nase voll von der masslosen Zuwanderung. Und was haben Bundesrat und Politik seitdem dagegen unternommen? Nichts!
Im Gegenteil: In den letzten 12 Jahren sind über eine Million Menschen in die Schweiz geströmt. 1'000'000 Menschen benötigen eine halbe Million mehr Wohnungen, dazu müssen 57'000 Fussballfelder Boden überbaut werden. Die höhere Nachfrage nach Wohnungen lässt die Mieten explodieren.
Es fahren über eine halbe Million mehr Autos auf unseren Strassen und es braucht rund 350 zusätzliche Lokomotiven und Bahnwagen. Es müssen rund 1200 Schulhäuser gebaut werden. Es braucht zusätzliche 4200 Spitalbetten, rund 5000 Ärzte, 1000 Zahnärzte und über 20'000 Pflegende.
Eine Million Menschen verbrauchen täglich 140 Millionen Liter Trinkwasser und verursachen pro Jahr 670'000 Tonnen Abfall. Wollen wir tatsächlich, dass diese Spirale bis zum Kollaps weiterdreht? Wohl kaum.
Seit Einführung der Personenfreizügigkeit 2002 wird von Fachkräftemangel gesprochen. Seither sind 2,3 Millionen Menschen in unser Land geströmt – und es herrscht immer noch Fachkräftemangel… Da kann doch etwas nicht stimmen…?!

Unsere Infrastruktur ist dem masslosen Bevölkerungswachstum bereits jetzt nicht mehr gewachsen, obwohl in der Schweiz in den letzten zwei Jahrzehnten pro Sekunde (!) ein Quadratmeter Land überbaut wurde. Die Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» soll das Bevölkerungswachstum nicht stoppen, sondern nur bremsen.
Sie ist daher alles andere als extrem. Bei einer Annahme der Initiative können bei Bedarf immer noch netto 40'000 Fachkräfte zuwandern. Wer weniger Chaos und dafür mehr Nachhaltigkeit will, stimmt am 14. Juni JA zur Nachhaltigkeitsinitiative.
Zum Autor
Lars Guggisberg (*1977) ist seit 2019 Berner SVP-Nationalrat.











