China soll jetzt offenbar dem Iran Waffen liefern
Mitten im Iran-Krieg gibt es Hinweise auf chinesische Waffenlieferungen an Teheran. US-Präsident Donald Trump reagiert auf entsprechende Berichte.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA wurden ohne Ergebnis beendet.
- Jetzt hegen US-Geheimdienste den Verdacht auf Raketen-Lieferungen von China an den Iran.
- China dementiert dies, Trump spricht eine Warnung an die Volksrepublik.
Bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan gab es keinen Durchbruch. Die USA und der Iran beschuldigen sich gegenseitig.
Und nun entflammt bereits das nächste neue Feuer. Es gibt Hinweise, dass China dem Mullah-Regime militärisch unter die Arme greifen könnte.
Die CNN berichtet von Vorbereitungen zur Lieferung schultergestützter Flugabwehrraketen von China nach Iran. Der US-Sender verweist dabei auf Quellen mit Zugang zu Einschätzungen der US-Geheimdienste.
Die Raketen lassen sich einfach transportieren und gut verstecken. China versucht demnach auch, die Lieferungen über andere Länder abzuwickeln, um die Herkunft der Waffen zu verschleiern.
Trump warnt China vor Lieferungen
US-Präsident Donald Trump liess nicht auf sich warten und machte seine Warnung an die Republik unmissverständlich.
«Wenn China das macht, wird China grosse Probleme bekommen», verkündete der 79-Jährige am Samstag vor dem Weissen Haus.
Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington wies die Anschuldigungen zurück. «China hat niemals Waffen an irgendeine Konfliktpartei geliefert, die fraglichen Informationen sind unwahr», sagt er gegenüber CNN.
China profitiert vom Konflikt
Die Volksrepublik China könnte vom Iran-Krieg profitieren. Auf den Ölpreisschock war das Land durch strategische Reserven vorbereitet.
Zudem erhält China Öl über russische Pipelines. Das verschafft dem Land Vorteile gegenüber US-Verbündeten in der Region.
Washington ist durch den Krieg im Nahen Osten abgelenkt. Das dürfte China ein selbstbewussteres Auftreten in der Taiwanstrasse und im Südchinesischen Meer ermöglichen.
China und der Iran pflegen seit Jahren gute Beziehungen. Der mittlerweile verstorbene iranische Präsident Ebrahim Raisi traf sich 2023 noch mit Chinas Staatschef Xi Jinping.
Taiwan fürchtet um Waffenlieferungen
Taiwan muss durch den Iran-Krieg zunehmend zittern. Der Inselstaat ist auf US-Waffenlieferungen angewiesen, um sich gegen China zu verteidigen.
Peking will sich Taiwan notfalls mit einer Invasion einverleiben.
Der taiwanesische Experte Su Tzu-yun warnt gemäss der «Bild» vor Auswirkungen auf künftige Waffenverkäufe. Die USA hätten im Iran-Krieg mehr Patriot-Raketen eingesetzt, als sie jährlich produzieren.
Auf der anderen Seite der Medaille steht die amerikanische Rüstungsindustrie unter Druck. Sie muss gleichzeitig den Bedarf für den Iran-Krieg und die Unterstützung von Verbündeten decken.

















