Es war ein wichtiges Medikament für Risikopatienten mit Corona: Regen-Cov. Gegen die neue Variante Omikron ist es aber wirkungslos. Spitäler sind alarmiert.
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Mit der neuen Variante des Coronavirus nehmen auch die Spitaleintritte wieder zu. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Medikament Regen-Cov ist gegen die Corona-Variante Omikron wirkungslos.
  • Einige Schweizer Spitäler verzichten deshalb künftig auf den Wirkstoff.

Schweizer Kliniken verlieren eines von zwei wichtigen Medikamenten für Risikopatienten mit Covid-19. Der Grund: Es ist gegen die Omikron-Variante offenbar nicht wirksam.

Das Universitätsspital Zürich gibt für Omikron-Patienten keine Infusionen mit Regen-Cov mehr ab, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Das Kantonsspital Baselland will dem Bericht zufolge nachziehen und die Medikation umstellen.

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Die Infusion mit Regen-Cov ist gegen Omikron wirkungslos. - Keystone

Das Medikament wird mit Entzündungshemmern verabreicht. Bei der Delta-Variante hilft der Cocktail, Krankheitsverläufe abzuschwächen, indem der monoklonale Antikörper an der Oberfläche andockt und das Virus neutralisiert. Bei Omikron greift er ins Leere.

Besser ist die Ausgangslage für Risikopatienten, die nicht im Spital liegen. Wer milde Symptome hat, kann eine Infusion mit Xevudy bekommen.

Der Wirkstoff wurde in Bellinzona TI von der Biotech-Firma Humabs entwickelt und neutralisiert gemäss Studien im Reagenzglas auch Omikron.

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