Coronavirus: Wer reduziert eigentlich seine Kontakte?
Wegen des Coronavirus mahnt die Taskforce erneut zu Einschränkungen der Kontakte. Wie ernst nimmt die Bevölkerung diese Forderung noch? Nau.ch hat nachgefragt.
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Das Wichtigste in Kürze
- Obwohl Massnahmen-Lockerungen gefordert werden, mahnt die Covid-Taskforce zu Vorsicht.
- Stattdessen sollen die Kontakte aufgrund der hohen Fallzahlen eingeschränkt werden.
- Nau.ch hat in Bern nachgefragt, ob sich die Bevölkerung daran hält.
Anfang dieser Woche wurden Stimmen laut, welche die sofortige Abschaffung aller Corona-Massnahmen forderten. Trotz der rekordhohen Fallzahlen seien die Spitäler nicht mehr stark belastet, weshalb Anfang Februar der «Freedom Day» sein soll.

Kurz danach winkten der Bund und dessen Covid-Taskforce ab: Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Abschaffung der Massnahmen viel zu riskant, da der Höhepunkt der Omikron-Welle noch nicht erreicht sei.
Stattdessen mahnten die Experten zu Vorsicht – man solle seine Kontakte reduzieren und die geltenden Regeln beachten. Doch setzt die Bevölkerung das auch um? Nau.ch hat bei einer Strassenumfrage in Bern nachgefragt.
Coronavirus: Ältere achten noch immer auf ihre Kontakte
Für viele Befragte ist klar, dass es trotz des Impffortschritts und der milderen Omikron-Variante gewisse Einschränkungen braucht. «Je mehr Menschen zusammenkommen, desto schwieriger ist es, das Virus zu besiegen», meint etwa Beatrice Jossip (64).
Rolf M. (67) sieht es ähnlich: «Wenn ich ein Restaurant betrete, bei welchem die Tische zu eng zusammen sind, gehe ich gleich wieder nach draussen.» Selbstverständlich treffe er sich aber trotz Coronavirus mit Freunden und Bekannten.

Ein anderer Befragter ist der Meinung, dass in vielen Situationen ein gesunder Menschenverstand notwendig sei. «Bei Grossveranstaltungen im Innenbereich überlege ich es mir aber schon zweimal, ob ich wirklich gehen will.» Im privaten Umfeld seien hingegen die meisten geimpft, was einen gewissen Spielraum offenlasse.
Teenies wollen Freiheiten
Noch lockerer sehen es zwei Teenager: «Ich bin geimpft und kenne niemanden, der in letzter Zeit einen schweren Verlauf zur Folge hatte», sagt Jael Zwahlen (16). «Vielleicht sollte man das Coronavirus auch einfach gehabt haben», meint ihre Kollegin Julia Balmer (18).
Die Ängste älterer Personen würden sie zwar verstehen, doch selber wollen sie sich nicht mehr einschränken. «Es muss doch irgendeinmal auch ein Ende haben. Und ich hoffe schwer, dass dieses Ende bald kommt», so Zwahlen.
Dass in nächster Zeit gewisse Massnahmen aufgehoben werden können, scheint spätestens seit Freitag nicht mehr allzu unrealistisch. Zumindest machte Gesundheitsminister Alain Berset an einer Medienkonferenz Hoffnung auf baldige Lockerungen.












