Skeptiker-Kopf Daniel Stricker soll sich heimlich die Impfung geholt haben. Nun prahlt er, er habe bei der Einreise in die USA kein Zertifikat zeigen müssen.
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Massnahmen-Kritiker Daniel Stricker ist in den USA - das wirft bei seinen Fans grosse Fragen auf. - Screenshot Youtube

Das Wichtigste in Kürze

  • Der prominente Skeptiker Daniel Stricker steht wegen einer USA-Reise unter Impf-Verdacht.
  • Er behauptet, dass weder in Zürich noch in Miami sein Zertifikat kontrolliert worden sei.
  • Die Swiss wehrt sich gegen diese Darstellung.

Die USA-Reise von Skeptiker-Kopf Daniel Stricker (51) schlägt hohe Wellen. Weil ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten nur doppelt Geimpfte einreisen dürfen, steht der Massnahmen-Kritiker bei seinen Anhängern unter Impf-Verdacht. Es wäre eine Sünde in seinen Reihen!

Den Impf-Verdacht will er bis jetzt nicht abwenden. Ein einfaches «ich bin nicht geimpft» rutschte ihm in den USA nicht über die Lippen. Stattdessen spielt der Skeptiker mit seinen Anhängern. Und prahlt nun, er habe nirgends ein Zertifikat vorweisen müssen.

Denn: Er sei nur mit Handgepäck gereist. «Wenn man ohne Gepäck über den Flughafen Zürich reist, fragt einen niemand, ob man geimpft oder getestet ist. Nur am Check-In fragen sie das. Wer aber daheim oder an der Maschine eincheckt, hat mit dem Check-In gar keinen Kontakt», so Stricker.

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Skeptiker-Stricker macht seine Anhänger mundtot. Die Kommentarfunktion hat er nach dem Impf-Verdacht deaktiviert. - Screenshot Youtube

Stricker will nirgends Zertifikat gezeigt haben

Und gibt weiter an. «Am Gate fragt einen niemand, am Zoll niemand. Bei der Gepäckkontrolle niemand, bei der Einreise niemand.»

Brisant: Stricker tritt ins Fettnäpfchen. «In den USA muss man einen Zettel ausfüllen, ob man geimpft ist oder getestet. Da muss man ‹Ja› hinschreiben, aber den Zettel will gar niemand sehen.»

Heisst: Wenn Stricker geimpft ist, ist er soeben aufgeflogen. Wenn nicht, hat er die amerikanischen Behörden angelogen.

Stricker provoziert weiter: «Man sagt, man könne nicht mehr reisen. Dann kann mans plötzlich ohne Einschränkungen. Seltsam …»

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Skeptiker-Stricker prahlt in Miami (Florida), er habe nirgends sein Zertifikat zeigen müssen. - Screenshot

Swiss: Zertifikatskontrolle Sache der Behörden

Seltsam findet die Geschichte auch die Airline Swiss. Sie wehrt sich auf Anfrage gegen die Darstellung von Stricker, dass er nirgends kontrolliert worden sei. «Was stimmt: Passagiere können im Voraus ihre Dokumente online hochladen, um bereits vor dem Reiseantritt prüfen zu lassen, ob sie die Einreisebestimmungen erfüllen», erklärt Mediensprecherin Sonja Ptassek auf Anfrage.

Mindestens das müsste Stricker aber gemacht haben, wenn er wie behauptet in Zürich in einen Flieger in Richtung USA stieg.

Die Echtheit der Zertifikate kann die Swiss aber gar nicht überprüfen. «Das ist Sache der Behörden», so Ptassek. Die USA führen bei der Einreise keine Kontrollen durch.

Fakt ist: Falls Stricker ohne Zertifikat in die USA eingereist ist, droht Ärger.

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