Vor rund einer Woche ist es in Bern erneut zu einer Demo gegen Massnahmen wegen des Coronavirus gekommen. Die Polizei bestätigt: Es waren Rechtsextreme dabei.
Coronavirus
Menschen demonstrieren am 22. Januar in Bern gegen die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. - Keystone
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Corona-Demo vor rund einer Woche in Bern nahmen Rechtsextreme teil.
  • Der Nachrichtendienst des Bundes stellt unter Protestlern eine Gewaltbereitschaft fest.
  • Österreich spricht von einer Internationalisierung der Proteste.

Vor gut einer Woche ist es in Bern zu einer Kundgebung gegen die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus gekommen. Die Berner Kantonspolizei hat nun einzelne Personen dem rechtsextremen Umfeld zugeordnet.

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) beurteilt die Lage rund um die Aktionen der Massnahmengegner laufend. Eine Sprecherin sagte dem «SonntagsBlick»: «Der NDB stellt fest, dass ein Teil der Gegner von Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Gewalttaten befürwortet, fördert oder ausübt.»

Entwicklung an Protesten zu Coronavirus «beängstigend»

Nicht nur «gewalttätige Corona-Extremisten» gehörten dazu. Auch militante Rechtsextreme versuchten, in diesem Umfeld ihre Botschaften zu platzieren, hiess es beim NDB. In Österreich warnte der Chef der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst, Omar Haijawi-Pirchner, vor einer Internationalisierung der Corona-Proteste.

Coronavirus
Eine Gegnerin der Impfung gegen das Coronavirus bei der Demo in Bern. - Keystone

Diese Entwicklung sei «sehr beängstigend». Der deutsche Verfassungsschutz sprach von einer «Rechtsextremisierung» des Protests, wie der «SonntagsBlick» schreibt.

Mehr zum Thema:

Nachrichtendienst des Bundes Coronavirus