Coronavirus: Illegale Corona-Demo in Bern

    Hüseyin Aydemir
    Hüseyin Aydemir, Redaktion

    Bern,

    Es ist der dritte Donnerstag in Folge, an dem Corona-Skeptiker in Bern demonstrieren. Die Polizei ergriff für die unbewilligte Demo Massnahmen.

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    Video vom 30. September: Die Demonstranten haben sich im Bahnhof Bern eingefunden, weil sie nicht zum Bundesplatz können. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Donnerstagabend demonstrieren Massnahmen-Kritiker in Bern.
    • Gleichzeitig tagen Parlamentarier im Bundeshaus für die Herbstsession.
    • Die Berner Behörden haben Sicherheitsmassnahmen getroffen.

    Mehrere hundert Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen haben sich zu einer unbewilligten Corona-Demo in Bern versammelt.

    Der Umzug begann um 19.30 Uhr auf dem Bahnhofplatz. Die Polizei hat mehrere Wege abgeriegelt. Danach zogen die Demonstranten in Richtung Kleine Schanze. Offenbar wollten sie die Polizeisperre durchbrechen, um so in Richtung Bundesplatz zu ziehen. Auch Pfefferspray sei eingesetzt worden, wie der Nau.ch-Reporter vor Ort erklärt. Es herrschte zu Beginn eine hochaggressive Stimmung.

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    Die Polizei ging gleich zu Beginn strikt gegen die Demonstranten gegen die Corona-Massnahmen vor. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

    Weil es kein Durchkommen zum Bundesplatz gab, zogen die Demonstranten danach zum Bahnhof. Mit Trommeln, Fahnen und ohne Masken stehen sie beim Bahnhof-Treffpunkt.

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    Massnahmen-Gegner trommeln und machen im Bahnhof Bern Lärm. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

    Schätzungsweise 500 bis 1000 Personen haben sich der Demo angeschlossen. Weil sie nicht zum Bundeshaus gelangen konnten, sind sie auf mehrere Orte verteilt.

    Wie die Polizei auf Twitter schreibt, wurden bei der Nydeggbrücke eine Gruppe mit Glocken gestoppt. Offenbar handelte es sich dabei um Trychler. Für Kontrollen seien sie nun auf einen Polizeiposten gebracht worden.

    Rimoldi läuft mit

    Die Organisation Massvoll hat die Demo abgesagt und dazu aufgerufen, daheim zu bleiben. Trotzdem ist ihr Gründer Nicolas Rimoldi an der unbewilligten Veranstaltung gesichtet worden.

    Um ihn herum stehen einige Leute, auch eine Schweizer Fahne wird geschwenkt. Massvoll-Fahnen waren keine zu sehen.

    Bernmobil leitet Busse um

    Weil es beim Bahnhof kein Durchkommen gibt, sind die Busse von Bernmobil umgeleitet worden. Kein Bus oder Tram fährt ab dem Bahnhof. Pendler müssen zu Fuss bis zur nächsten Haltestelle.

    Mehrere Personen weggewiesen

    Zuvor erklärte die Polizei in Durchsagen, dass Teilnehmende der unbewilligten Demo mit Kontrollen und Festnahmen rechnen müssten.

    Die Berner Polizei hat sich erneut für die Corona-Skeptiker-Demo gerüstet und steht mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

    Erste Wegweisungen sind gemäss Polizei ausgesprochen worden, wie sie auf Twitter schreibt.

    Offenbar lässt die Polizei die Demonstranten gewähren, hat aber vorerst den Weg zum Bundesplatz versperrt.

    Polizei ist vorbereitet

    Vor dem Bundeshaus wurden am Donnerstagnachmittag wieder die Zäune montiert. So soll ein Sturm auf das Bundeshaus verhindert und für die Politiker ein sicheres Verlassen des Parlaments ermöglicht werden.

    Denn: Die Session wird heute Abend etwa dann enden, wenn sich die Demonstranten auf dem Bahnhofplatz treffen wollen.

    Die Freiheitstrychler und der Skeptiker-Verein Massvoll werden am Protest nicht mitmachen. Sie haben sich wie schon vergangene Woche von den illegalen Demos distanziert.

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    Ein Video zeigt, wie vor dem Bundeshaus ein Zaun aufgestellt wird. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

    Die Polizei hat ein Grossaufgebot in Bereitschaft. Dafür wurden über 50 Wachen im ganzen Kanton geschlossen. Es wird mit einem Eskalationspotenzial gerechnet.

    Die Corona-Demos der vergangenen beiden Donnerstage in Bern endeten mit Gewalt: Die Polizei ging jeweils mit Gummischrot und Wasserwerfer gegen Demonstrierende vor.

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