Stadt Bern will Parkkarte an fehlenden Privatparkplatz knüpfen
Die Stadt Bern will Anwohnenden künftig nur noch dann eine Parkkarte ausstellen, wenn sie nicht über einen privaten Parkplatz verfügen. Das ist der Kern der neuen Parkkartenverordnung, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitgeteilt hat. Diese ist nun in der Vernehmlassung.

Anwohnende müssen in der Stadt Bern künftig nachweisen, dass an ihrem Wohn- oder Firmensitz keine private Möglichkeit zum Parkieren besteht. Nur dann erhalten sie eine Parkkarte, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt. Pro Person will die Stadt künftig nur noch eine solche Karte abgeben. Für Wohnwagen und zu Wohnzwecken ausgestatteten Fahrzeugen soll es gar keine mehr geben.
Nicht betroffen von den neuen Regelungen sind Menschen mit Behinderungen und Gewerbetreibende. Die Vernehmlassung dauert bis zum 30. April.
In der Stadt Bern bestehe ein Überangebot an Parkplätzen, schreibt der Gemeinderat weiter. Im Jahr 2024 stellte die Stadt insgesamt 12'319 Parkkarten an Anwohnende aus, denen 13'198 Zonenparkplätze gegenüber standen. Gleichzeitig stünden stadtweit 87'600 private Parkplätze zur Verfügung, darunter 9'700 öffentlich zugängliche. Das Überangebot werde mitunter zunehmend für Fremdvermietungen von privaten Parkplätzen an Pendelnde genutzt.
Die Reduktion von Parkplätzen im öffentlichen Raum ist Teil der Energie- und Klimastrategie 2035 der Stadt Bern.






