Hunderttausende Personen infizierten sich im Januar in der Schweiz bereits mit dem Coronavirus. Doch in Isolation gingen lange nicht alle.
Ärzte treffen ihre positiv getesteten Patienten beim Einkaufen. - Der Schweizerische Bundesrat

Das Wichtigste in Kürze

  • 150'000 Menschen infizierten sich in der Schweiz im Januar bereits mit dem Coronavirus.
  • Als Folge dessen sollten sie sich in Isolation begeben.
  • Doch Bündner Hausärzte ertappten ihre positiv getesteten Patienten beim Einkaufen.

Auch in der Schweiz hat sich Omikron rasant ausgebreitet. Die neue Virusvariante führt zu zahlreichen Neuinfektionen. Allein in der Januar-Woche wurden laut Bund und Taskforce etwa 150'000 Menschen positiv getestet.

Um die Ansteckungskette zu unterbrechen, sollten sich all diese Personen umgehend in Isolation begeben. Die Betonung liegt jedoch offenbar auf «sollten».

Denn lange nicht alle halten sich an die Vorgaben des BAG im Kampf gegen das Coronavirus. «Obwohl wir nun schon seit zwei Jahren in dieser Pandemie leben, scheinen es einige Personen nicht verstanden zu haben, warum man in Isolation gehen muss», so Marina Jamnicki, Kantonsärztin aus dem Graubünden bei der heutigen Pressekonferenz.

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Schnelltest auf Coronavirus - AFP/Archiv

Und weiter: «Hausärzte berichten mir, dass sie ihre positiv getesteten Patienten beim Einkaufen treffen.»

Sie betont deshalb erneut, warum man in Isolation gehen muss – nämlich in erster Linie für die anderen. Das gelte auch für Personen mit einem milden oder symptomlosen Verlauf.

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Und zur Erinnerung: Wer sich einer angeordneten Quarantäne entzieht, kann mit einer saftigen Busse bestraft werden.

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