Coronavirus: Eltern schicken Kinder trotz Omikron in Kitas

    Noëlle Schnegg
    Noëlle Schnegg

    Bern,

    In der Schweiz wütet derzeit die Omikron-Welle des Coronavirus. Die meisten Eltern schicken ihre Kinder jedoch weiterhin in die Kitas.

    Coronavirus
    Trotz der Omikron-Welle schicken Schweizer Eltern ihre Kinder noch in Kitas. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trotz Omikron-Welle schicken die meisten Schweizer Eltern ihre Kinder in die Kitas.
    • Es fänden sogar weiterhin viele Eintritte statt, sagt der Chef einer Kita-Kette.
    • Um eine Schliessung zu verhindern, setzen einige Kitas auf reduzierte Öffnungszeiten.

    Die Omikron-Welle des Coronavirus hat die Schweiz fest im Griff. Derzeit bewegen sich die Infektionszahlen um die 40'000-er Grenze. Obwohl die Verläufe bei der Variante oft mild sind, stecken sich in dieser Welle viele Kinder an. Massnahmen wie Impfung und Maskentragen wirken der Ansteckungswelle entgegen.

    Nun gibt es aber in der Schweiz Hunderttausende Kinder, die sich noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen dürfen. Denn sie sind unter fünf Jahre alt. Auch in Kitas, wo viele Kinder in dieser Altersklasse untergebracht sind, gibt es derzeit viele Ansteckungen.

    Da stellt sich die Frage, ob Eltern aus Angst vor einer Durchseuchung ihre Kinder nicht in die Kitas geben. Sowohl Estelle Thomet vom Verband Kibesuisse als auch Frédéric Baudin, CEO des Kita-Netzwerks «pop e poppa», widerlegen diese Annahme.

    Coronavirus: «Eltern wollen zurück in die Normalität»

    «Wir stellen sogar fest, dass die Eingewöhnungen weiterhin stattfinden und dass die Eltern zurück in die Normalität wollen.» Dies sagt Frédéric Baudin gegenüber Nau.ch. Im Januar seien rund 200 neue Kinder dazugekommen.

    Grundsätzlich würden die Eltern im Vergleich zum Anfang der Corona-Krise Verständnis für die sich stets verändernde Situation in den Kitas zeigen. Das bestätigt auch Estelle Thomet.

    Baudin weiter: «Ich glaube, dass die Eltern die Omikron-Welle in Kauf nehmen, mit der Hoffnung, dass dies das Ende der Pandemie ist.»

    Schicken Sie Ihr Kind in eine Kita?

    In den zum Netzwerk gehörenden 54 Kitas sei derzeit eine Tagesstätte für zwei Tage in der Woche geschlossen. Da sich die Abwesenheiten des Personals und der Kinder derzeit ungefähr ausgleiche, komme es nicht zu flächendeckenden Schliessungen. Hinzu bedankt es sich explizit für die hohe Flexibilität der Mitarbeitenden, so Baudin.

    Ziel sei es, die Betriebe so lange wie möglich offen zu lassen. Als Notlösung seien reduzierte Öffnungszeiten vorgesehen. Diese Massnahme unterstützt und empfiehlt auch der Verband Kibesuisse. Mehrere Kitas haben diese bereits umgesetzt, um eine weitreichendere (Teil-)Schliessung wegen der rekordhohen Personalausfällen zu verhindern, so Estelle Thomet weiter.

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