Das Coronavirus löst vor allem bei jüngeren Menschen psychische Problem aus. Beim Sorgentelefon 143 melden sich vermehrt junge Menschen wegen Einsamkeit.
Coronavirus allein
Immer mehr Jugendliche vertrauen ihren Regierungen nicht mehr. - Pexels
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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Sorgentelefon 143 registriert während der Corona-Krise eine massive Anruf-Zunahme.
  • Mehr thematisiert würden vor allem Einsamkeit und Suizid-Gedanken.
  • Betroffen sind vor allem Junge und Erwachsene zwischen 19 und 40 Jahren.

Das Coronavirus und die damit verbundene Pandemie, sowie der wochen- bis monatelange Lockdown. Vielen Menschen schlägt dies gewaltig aufs Gemüt. Das merkt auch «Tel 143 – Die Dargebotene Hand» in Bern.

«Im Zeitraum zwischen dem 1. April und dem 31. August registrierten wir im Vergleich zum Vorjahr ein Viertel mehr Anrufe

Das stellt die Kommunikationsverantwortliche Daniela Humbel gegenüber Nau.ch fest.

Vor allem junge Frauen von psychischen Folgen des Coronavirus betroffen

Betroffen sei vor allem die Altersgruppe zwischen 19 und 40 Jahren. So hätten im selben Zeitraum 2019 nur 1535 Menschen angerufen. 2020 waren es 1928 Personen. «Fast die Hälfte aller Anrufer waren Erstkontakte», so Humbel.

Coronavirus Einsamkeit
Vor allem jüngere Menschen fühlen sich durch das Coronavirus isoliert und einsam. - Pexels

Zwei Fünftel davon waren Männer, drei Fünftel Frauen. «Vermehrt thematisiert wurden Einsamkeit und Suizid.» Beim Thema Einsamkeit habe man eine Zunahme von 213 Prozent registriert. Beim Suizidgedanken eine von 240 Prozent.

Die psychischen Probleme seien «vorwiegend nachts» thematisiert worden. «Im Durchschnitt dauerte ein Gespräch 18 Minuten», so Humbel.

Das Sorgentelefon lanciert nun eine Kampagne, die sich spezifisch mit diesen Problemen auseinandersetzt.

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