In zwei Alters- und Pflegeheimen des Kantons Wallis kam es zu Impfdurchbrüche mit dem Coronavirus. Deshalb wurden dort die Booster-Impfungen vorgezogen.
Heim Coronavirus
Eine Person in einem Heim trägt eine Maske. (Symbolbild) - sda

Das Wichtigste in Kürze

  • In zwei Walliser Altersheimen ist es zu grösseren Corona-Ausbrüchen gekommen.
  • Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern kam es damit zu Impfdurchbrüchen.
  • Die Gesundheitsbehörden haben deshalb die Booster-Impfungen vorgezogen.

Im Herbst 2020 drängte das Coronavirus erstmals in die 54 Alters- und Pflegeheime des Kantons Wallis ein. Die Folge: Über 400 Bewohnerinnen und Bewohner starben mit oder an Covid-19. Erst mit dem Eintreffen der Impfstoffe im Januar 2021 konnten die Seniorinnen und Senioren wirksam geschützt werden.

Inzwischen kommt es aber in den Heimen des Kantons zu immer mehr Impfdurchbrüchen. Derzeit sind laut dem «Walliser Boten» vor allem das Seniorenzentrum Naters und das Martinsheim in Visp betroffen. Im Seniorenzentrum Naters sind laut Heimdirektor Reinhard Venetz derzeit 19 der 160 Bewohnerinnen und Bewohner positiv getestet worden. Glücklicherweise hatten die Infizierten bisher aber alle einen milden Krankheitsverlauf.

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Überdies hätten sich auch vier der über 220 Mitarbeitenden mit dem Coronavirus angesteckt. «Alle ungeimpften Angestellten müssen sich wöchentlich zwei- mal testen lassen. Das betreffe etwa 15 Prozent des Personals», sagt Venetz. Laut dem Heimdirektor könne zudem niemand, der nicht über ein gültiges Covid-Zertifikat verfügt, das Seniorenzentrum betreten.

Auch das Martinsheim in Visp ist schwer von einem Corona-Ausbruch betroffen. Das berichtete der «Walliser Bote» bereits vor einer Woche, als zehn Bewohner und ein Mitarbeiter positiv getestet wurden. Bis gestern Montag waren es nun bereits 21 Bewohnerinnen und Bewohner, die am Coronavirus erkrankt waren. «Drei Bewohner sind aufgrund der Erkrankung in einem kritischen Zustand», sagt Heimdirektor Markus Lehner.

Booster-Impfungen gegen das Coronavirus vorgezogen

Die Walliser Gesundheitsbehörden haben rasch auf die Impfdurchbrüche in den Pflegeheimen reagiert. So wurden die Booster-Impfungen im Seniorenzentrum Naters und im Martinsheim in Visp vorgezogen. Lauter Naters-Heimdirektor gehen die Behörden davon aus, dass sich der Schutz «innert weniger Tage wieder auf rund 95 Prozent erhöht.» In Naters wurden am Samstag ganze 130 Auffrischungsimpfungen vollzogen.

In Visp erhielten bereits am letzten Donnerstag rund 80 der 100 Heimbewohnerinnen und Heimbewohner einen Booster-Piks. Vereinzelt hätten auch Mitarbeitende die Auffrischungsimpfung verabreicht bekommen.

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Senioren gehören zu den durch das Coronavirus meistgefährdeten Personengruppen. - Keystone

Wie in Naters hatten sich nämlich auch in Visp mehrere Angestellte infiziert. «Im Moment zählen wir elf Angestellte mit einer Corona-Erkrankung», so Heimdirektor Lehner. Auch in Visp gilt übrigens strikte die 3G-Regel.

Neben den erwähnten Impfdurchbrüchen meldeten die Behörden im Wallis in 54 Alters- und Pflegeheimen mit ca. 3000 Bewohnern lediglich einen weiteren Corona-Fall: Im Altersheim St. Anna in Steg war ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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