Im Kanton Aargau können sich Schüler und Schülerinnen auf dem Pausenplatz gegen das Coronavirus impfen lassen. Auch in Aarau besteht das Angebot.
Der Schüler Dario (15) ist einer der ersten, der sich in Aarau impfen lässt. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Montag können sich Aargauer Schüler auch auf dem Pausenplatz impfen lassen.
  • Auch an der Neuen Kantonsschule in Aarau steht ein solcher Impfcontainer bereit.
  • Grund dafür ist wohl der wenige Mehraufwand. Auch andere Kantone setzen darauf.

Mobile Impfstationen sind in der Schweiz keine Neuigkeit mehr. Dass diese aber neu auch an Kantons- und Berufsschulen auf dem Pausenplatz stehen, ist es aber. Diese Aktion startete der Kanton Aargau am vergangenen Montag.

Coronavirus Impfung
In der Schweiz wird die Impfung von 12- bis 15-Jährigen gegen das Coronavirus empfohlen. - keystone

«Wir wollten den Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit zur Impfung zu bieten», so Katriina Vasarik, Prorektorin der neuen Kantonsschule Aarau. Mit dem Impf-Container auf dem Pausenplatz soll dies ermöglicht werden.

Keine negativen Rückmeldungen zur Aktion

Seit Montag haben sich rund 20 Personen pro Tag in dem Container impfen lassen. Die Zahl sei so niedrig, weil beinahe die Hälfte der Schülerschaft sich bereits hat impfen lassen können, so Vasarik.

Prorektorin der neuen Kantonsschule in Aarau Katriina Vasarik im Interview mit Nau.ch - Nau.ch

Dario (15) ist heute Morgen einer der ersten drei Schüler, die das Angebot nutzen. «Nervös bin ich gar nicht. Meine Familie hat es gut überstanden», erzählt er.

Er ist ein Sonderfall, denn er war bereits am Coronavirus erkrankt. «Aus dem Grund bin ich bereits durch die erste Impfung komplett geimpft, wenn man so will», verrät er.

Der zuständige Arzt Peter Glauser freut sich über die geimpften Jugendlichen. - Nau.ch

Auch der zuständige Arzt, Peter Glauser, erfreut sich am Angebot. «Negative Reaktionen haben wir keine bekommen», so der Arzt. «Nur einige Schüler und Schülerinnen, die Fragen zu Falschmeldungen hatten. Wir sind eh vor allem hier, um Fragen zu beantworten.»

So impfen andere Kantone ihre Jugendlichen gegen Coronavirus

Im Kanton Aargau sind bereits 51 Prozent der 12- bis 19-Jährigen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfmöglichkeiten auf den Schulgeländen soll die Bereitschaft aber nochmals ankurbeln. Auch die Kantone Zürich und Graubünden setzen auf diese Methode.

Was halten Sie von der Corona-Impfung auf dem Pausenplatz?

Im Kanton Bern sind es bereits 8000 Jugendliche zwischen 16 und 17, welche mindestens einmal geimpft sind. «Von einer Impfung vor den Schulen sieht der Kanton Bern jedoch ab», so Gundekar Giebel, Kommunikationsverantwortlicher der kantonalen Gesundheitsdirektion.

Auch der Kanton Luzern verzichtet auf ein Impfangebot an den Schulen, um Jugendliche zu impfen, so David Dürr, Leiter der Dienststelle Gesundheit und Sport. «Jugendliche können sich nicht nur in den kantonalen Impfzentren, sondern auch im Luzerner Kantonsspital LUKS impfen lassen.»

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