Corona-Genesene hält Baby Wochen nach Geburt erstmals im Arm

    Raphael Wyder
    Raphael Wyder

    Grossbritannien,

    Eine Britin wurde nach einem Not-Kaiserschnitt im siebten Monat ins Koma versetzt. Sie war an Covid-19 erkrankt. Nun durfte sie ihre Tochter in den Arm nehmen.

    Nach dem Koma konnte Elsa ihre Tochter letzte Woche endlich in die Arme nehmen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Elsa Larkins (34) brachte ihre Tochter zwei Monate zu früh per Not-Kaiserschnitt zur Welt.
    • Ihr Mann Tommy befürchtete, sowohl seine Frau als auch seine Tochter zu verlieren.
    • Nach dem Koma konnte Elsa ihre Tochter letzte Woche endlich in die Arme nehmen.

    Elsa Larkins wurde kurz nach Weihnachten in das Kingston Hospital im Südwesten Londons eingeliefert. Die 34-jährige Mutter befand sich im siebten Monat der Schwangerschaft und hatte sich mit Covid-19 infiziert. Das Kind drückte auf Elsas Lunge und machte es ihr schwer, richtig zu atmen.

    Ihr Zustand verschlechterte sich, die Gefahr bestand, dass Elsa und ihre ungeborene Tochter sterben. Ehemann Tommy wurde angewiesen, sich von seiner Frau zu verabschieden. Er solle sich auf die Möglichkeit vorbereiten, dass er Elsa, ihr ungeborenes Baby oder beide verlieren könnte.

    Die Ärzte trafen die schwierige Entscheidung, Elsa am 5. Januar von Florence zu entbinden. Das Neugeborene wog nur 1,5 Kilogramm und wurde sofort an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Die frisch gebackene Mutter wurde in ein medizinisch induziertes Koma versetzt.

    Nach drei Wochen wiedervereint

    Als Elsa zwei Wochen später aufwachte, war ihr erster Gedanke bei ihrer neugeborenen Tochter. Doch die Ärzte sagten immer wieder «morgen, morgen, morgen», weil Elsa jeden Tag nach Florence fragte. «Die Antwort war immer morgen, weil es mir nicht besser ging. Das war sehr, sehr hart», sagt sie in einem Interview mit «Sky News».

    Doch der Gedanke, ihr Baby zu sehen und zu halten, gab ihr die Kraft, wieder gesund zu werden. Letzte Woche war es dann so weit und Elsa konnte ihre Tochter zum ersten Mal im Arm halten.

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    Ehemann Tommy ist überglücklich, dass seine Frau und Tochter überlebt haben. - YouTube / @Sky News

    Elsa erholt sich nun zu Hause bei ihrer Familie: «Es war unglaublich, zu sehen, wie klein und zerbrechlich sie ist. Es gibt keine Worte. Wir haben es nicht so geplant.» Die Mutter erklärt, dass Florence ihre Höhen und Tiefen hat und eine Bluttransfusion erhalten hat.

    Die leitende Geburtshelferin am Kingston Hospital, Meena Shankar, sagt zu «Sky News»: «Es ist extrem selten, dass eine schwangere Frau auf die Intensivstation kommt, selbst während der Pandemie.»

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