Warum Vitamin D in den 40ern zählt
Vitamin D in der Lebensmitte könnte das Gehirn schützen. Das zeigt eine Langzeitstudie mit fast 800 Teilnehmern.

Eines der beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel rückt stärker in den Fokus der Hirnforschung. Eine neue Studie legt nahe, dass der Vitamin-D-Spiegel im mittleren Lebensalter das Gehirn langfristig beeinflussen könnte.
Forscher der Universität Galway und der Boston University begleiteten 793 Personen über rund 16 Jahre hinweg, wie die «Welt» berichtet. Die Teilnehmer waren zu Beginn im Schnitt 39 Jahre alt und zeigten keine Demenzanzeichen.
Zuerst wurde der Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmt, danach folgten Gehirnscans. Gesucht wurde nach zwei Alzheimer-Markern: Tau-Protein und Amyloid-Beta.
Vitamin D schützt vor Tau‑Ablagerungen im Gehirn
Wer in der Lebensmitte höhere Werte an Vitamin D hatte, wies später weniger Tau-Ablagerungen im Gehirn auf. Das betraf laut der «Welt» besonders früh betroffene Regionen wie den entorhinalen Kortex und die Amygdala.
Einen Zusammenhang mit Amyloid-Beta fanden die Forscher dagegen nicht, wie das Apothekerportal «aponet.de» festhält. Das könnte zum bekannten Krankheitsverlauf passen: Tau lagert sich früher im Gehirn ab als Amyloid.
Die Lebensmitte scheint ein entscheidender Zeitraum zur Beeinflussung gesundheitlicher Risiken zu sein. Hauptautor Martin David Mulligan zufolge können Veränderungen von Risikofaktoren in dieser Phase besonders wirksam sein.
Kein Beweis, aber ein vielversprechender Hinweis
Die Studienautoren betonen, dass die Ergebnisse nur einen statistischen Zusammenhang zeigen, wie «T-Online» berichtet.

Ein Ursache-Wirkungs-Beweis lässt sich daraus nicht ableiten.
Laut der «Welt» wurde Vitamin D zudem nur einmal gemessen, einen klaren Schwellenwert konnten die Forscher nicht festlegen. Ob Präparate das Demenzrisiko tatsächlich senken, müssen weitere Studien klären.















