Studie

Impfung gegen Gürtelrose kann Demenzrisiko um 20 Prozent senken

Maja Bojic
Maja Bojic

Deutschland,

Eine neue Studie zeigt, dass die Impfung gegen Gürtelrose nicht nur vor der schmerzhaften Krankheit schützt, sondern auch das Risiko für Demenz senken kann.

Jüngster Demenz-Patient Gehirn
Jüngster Demenz-Patient Andre Yarham spendete nach seinem Tod sein Gehirn für die medizinische Forschung. (Symbolbild) - depositphotos

Die Gürtelrose-Impfung kann das Demenzrisiko signifikant verringern, wie eine aktuelle Studie belegt. Forschende der Universität Heidelberg und der Stanford University haben walisische Gesundheitsdaten von älteren Menschen ausgewertet, berichtet die «Universität Heidelberg».

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Geimpfte ein um 20 Prozent geringeres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Die Untersuchung basiert auf einem natürlichen Experiment, bei dem ein Stichtag über die Impfberechtigung entschied.

Hast du Menschen in deinem Umfeld, die an Demenz erkrankt sind?

Personen, die sich nur um wenige Tage im Geburtsdatum unterschieden, wurden dadurch verglichen, erklärt das «Science Media Center». Insgesamt nahmen 304'940 Personen an der Studie teil, die im Fachjournal Cell veröffentlicht wurde.

Impfung gegen Gürtelrose bremst Fortschreiten von Demenz

Die Impfung wirkt nicht nur präventiv, sondern auch bei bereits erkrankten Patienten, wie «Ad Hoc News» meldet. Bei Menschen mit bestehender Demenzdiagnose verlangsamte die Immunisierung den Krankheitsfortschritt deutlich messbar.

Geimpfte Demenzpatienten gewannen durchschnittlich 164 zusätzliche Tage ohne schwere Symptome, berichtet «Apotheke Adhoc». Die Sterblichkeitsrate sank bei geimpften Demenzpatienten um 29,5 Prozentpunkte im Vergleich zu Ungeimpften.

Die Forschenden vermuten, dass das Herpes-Zoster-Virus möglicherweise eine kausale Rolle bei der Entstehung von Demenz spielt. Die Impfung unterbricht möglicherweise diese neurodegenerativen Prozesse im Gehirn.

Frauen profitieren stärker

Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich deutlich in den Daten, wie die «Deutsche Welle» berichtet. Bei Frauen war die Schutzwirkung der Impfung deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Gürtelrose-Impfung für Risikogruppen ab 18 Jahren und für Menschen ohne Vorerkrankungen ab 60. Eine Bestätigung der Ergebnisse lieferten vergleichbare Studien aus Australien und Wales mit ähnlichem Studiendesign.

Demenzrisiko Impfung Frau
Bei Frauen war die Schutzwirkung der Impfung deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern. (Archivbild) - keystone

Auch dort zeigte sich bei Geimpften ein signifikant geringeres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen, schreibt die «Alzheimer Forschung Initiative».

Die Wissenschaftler sehen in den übereinstimmenden Resultaten einen starken Hinweis auf einen Kausalzusammenhang.

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Kommentare

User #3731 (nicht angemeldet)

Da steht ja „kann“. Trifft auf ziemlich alles zu = paid post. Demenz ist bisher nicht verstanden. Also kann auch keine aussage dazu gemacht werden, was hilft. Erinnert mich an die quacksalber aus dem wilden westen.

User #5166 (nicht angemeldet)

Ich hoffe die meisten haben aus der Vergangenheit gelernt. MRNA NEIN Danke Auch wenn ihr alle Experimente die mit Tieren gemacht wurden, aus dem Netzt gelöscht habt. Ich weis es aus erster Hand. Darum nein

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