Musk akzeptiert 1,5 Millionen Dollar Busse wegen Twitter
Elon Musk zahlt 1,5 Millionen Dollar Busse. Der Milliardär einigte sich mit der SEC wegen Kursmanipulation bei der Übernahme von Twitter.

Elon Musk hat einen jahrelangen Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC wegen Twitter mit einem Vergleich beendet.
Wie der «Spiegel» berichtet, akzeptiert ein Treuhandfonds von Musk eine Zahlung von 1,5 Millionen Dollar (etwa 1,1 Millionen Franken).
Der Vergleich muss noch von der zuständigen Richterin in Washington genehmigt werden. Musk räumt dabei kein Fehlverhalten ein, wie das «Handelsblatt» festhält.
Was der SEC-Klage zugrunde liegt
Die Behörde hatte Musk im Januar 2025 verklagt, weil er seinen Twitter-Anteil zu spät gemeldet hatte. Sein Anteil überschritt am 14. März 2022 die gesetzliche Meldeschwelle von fünf Prozent, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Nach US-Recht hätte Musk dies binnen zehn Kalendertagen öffentlich machen müssen. Stattdessen gab er seinen Anteil von neun Prozent erst elf Tage zu spät bekannt.
Der Twitter-Aktienkurs sprang nach der verspäteten Bekanntgabe um 27 Prozent nach oben. Aktionäre, die in dieser Zeit ihre Anteile verkauft hatten, erlitten dadurch finanziellen Schaden.
Musk sparte mit verspäteter Twitter-Meldung über 150 Millionen Dollar
Die SEC errechnete, dass Musk durch die verspätete Meldung über 150 Millionen Dollar (117,4 Millionen Franken) eingespart hatte.
Laut dem «Handelsblatt» forderte die Behörde ursprünglich die Rückzahlung dieser Summe plus eine zusätzliche Strafe.
Musks Anwälte hatten die Verzögerung als unbeabsichtigt bezeichnet, berichtet «heisse online». Sie warfen der SEC ausserdem vor, gezielt gegen Musk vorzugehen und seine Meinungsfreiheit zu verletzen.
Niedrige Busse, hohe Symbolik
«Heise online» zufolge bezeichnete die SEC die 1,5 Millionen Dollar als höchste jemals für dieses Vergehen verhängte Busse. Musks Anwalt hingegen tat die Summe als «geringe Geldstrafe» ab.

Im Februar war Musk bereits mit dem Versuch gescheitert, die Klage vollständig abweisen zu lassen.
Die zuständige Richterin hatte die Argumente seiner Anwälte nicht als ausreichend befunden, wie «heise online» berichtet.
















