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    Meningitis: WHO kündigt bakterieller Hirnhautentzündung Kampf an

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    Genève,

    Weltweit sterben jedes Jahr tausende von Menschen an einer Hirnhautentzündung. Nun will die WHO die Meningitis-Fälle bis 2030 stark zurückdrängen.

    Die WHO weist auf Impfstoff-Versorungslücken in Afrika hin. Foto: Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa/Symbolbild
    Die WHO weist auf Impfstoff-Versorungslücken in Afrika hin. Foto: Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tausende Menschen sterben jährlich weltweit an einer Hirnhautentzündung.
    • Einige der Erkrankten haben danach mit schweren Einschränkungen zu kämpfen.
    • Die WHO will deswegen unter anderem die Forschung an weiteren Impfstoffen fördern.

    Durch eine Hirnhautentzündung sterben jedes Jahr tausende Menschen weltweit, viele leben nach überstandener Krankheit mit schweren Einschränkungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jetzt einen Aktionsplan verabschiedet, um die durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung (Meningitis) bis 2030 weitestgehend zurückzudrängen. Dadurch sollen mehr als 200'000 Menschenleben im Jahr gerettet werden. Bis 2030 soll die Zahl der Todesfälle um 70 Prozent reduziert und die Zahl der Fälle halbiert werden.

    meningitis
    Es gibt seit vielen Jahren Impfstoffe gegen Meningokokken, die Auslöser von Meningitis. - UNAMID/AFP/Archiv

    Meningitis ist eine Entzündung der Häute, die das Gehirn umhüllen. Die Krankheit wird innerhalb von Stunden lebensgefährlich, die Auslöser davon sind Viren oder Bakterien. Sie äussert sich durch grippeähnliche Beschwerden. Betroffene können auch empfindlich auf Licht und Geräusche reagieren, Sprech- und Gehstörungen oder epileptische Anfälle bekommen.

    Meningitis: Schwere gesundheitliche Einschränkungen

    Die bakterielle Hirnhautentzündung führt vor allem im sogenannten Meningitis-Gürtel in 26 Ländern in Afrika südlich der Sahara zu grösseren Ausbrüchen. Einer von zehn Infizierten stirbt, insgesamt rund 250'000 Menschen im Jahr. Zwei von zehn Überlebenden leben anschliessend mit schweren gesundheitlichen Einschränkungen. Es gibt einige Impfstoffe, aber sie werden nicht flächendeckend eingesetzt.

    Das soll sich ändern. Die WHO will unter anderem die Forschung an weiteren Impfstoffen fördern. Ländern soll geholfen werden, mehr zu impfen, besser und weitreichender über Gefahren, Symptome und Vorbeugungsmassnahmen zu informieren. Die Betroffene sollen möglichst schnell in qualifizierte medizinische Behandlung gebracht werden.

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