Forschende stossen am Cern auf seltenen Teilchenzerfall
Forschende haben am Cern in Genf Hinweise auf einen extrem seltenen Teilchenzerfall gefunden. Wenn man zehn Milliarden solcher Teilchen betrachtet, zerfällt statistisch gesehen nur eines auf diese bestimmte Weise.

Die Forschenden stellten ihre Ergebnisse am Dienstag an einem Seminar am Europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf vor, wie die internationale Forschungskollaboration LHCb mitteilte.
Konkret geht es um ein Teilchen, das ein sogenanntes Beauty-Quark enthält. Bei seinem Zerfall entstehen zwei Myonen mit entgegengesetzter elektrischer Ladung. Diese Teilchen ähneln Elektronen, sind aber deutlich schwerer.
Die Forschenden beobachteten den Zerfall mit dem Experiment LHCb. Der Fund könnte laut dem Cern für die Teilchenphysik wichtig sein.
Denn solche seltenen Zerfälle können Hinweise auf bislang unbekannte Teilchen liefern. Diese unbekannten Teilchen könnten den Zerfall beeinflussen, ohne bei den Kollisionen am Teilchenbeschleuniger direkt erzeugt werden zu müssen. Je seltener ein Zerfall ist, desto empfindlicher kann er auf solche Einflüsse reagieren.
Entdeckt hat das Forschungsteam den Zerfall bei einer Auswertung von Daten aus den Jahren 2024 und 2025, die sie mit älteren Messungen aus den Jahren 2011 bis 2018 kombinierten.
Die Suche nach dem Zerfall läuft bereits seit Jahrzehnten. Eine frühere gemeinsame Analyse der Experimente LHCb und CMS hatte 2015 erstmals Hinweise darauf geliefert.
Diese liessen sich mit späteren Daten jedoch nicht bestätigen. Die Forschenden wollen nun weitere Daten sammeln, um den Zerfall mit höherer statistischer Sicherheit nachzuweisen.










