WHO: Berichte über möglichen zweiten Todesfall in Irkutsk
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Russland um Informationen über einen möglichen weiteren Todesfall durch eine Lungenentzündung in Irkutsk gebeten. Sie bezog sich auf einen Medienbericht, der wie in diesem Fällen üblich systematisch geprüft und als glaubhaft eingeschätzt worden sei, betonte WHO-Experte Abdirahman Mahamud in Genf.

Eine Antwort sei noch nicht eingetroffen. Auch zu dem ersten Fall des Todes einer Wissenschaftlerin, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten in Irkutsk arbeitete, wurden die russischen Behörden um weitere Informationen gebeten. In ihrem Fall war von möglicher Lungenpest die Rede gewesen. Russland bestritt dies.
«Wir haben noch keinen vollständigen Überblick über die Situation und sind nicht in der Lage, eine umfassende Risikobewertung durchzuführen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Weitere WHO-Fragen zum Todesfall in Irkutsk
Russland berichtete nach Angaben der WHO, die junge Wissenschaftlerin Frau sei nicht an Lungenpest gestorben, sondern an einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft. Es habe keinen Unfall an dem Institut gegeben.
Bei den Informationen, die die WHO angefragt hat, geht es unter anderem darum, welche Art von Tests bei der Frau und rund 200 weiteren Personen durchgeführt wurden, mit welchem Material die Frau genau gearbeitet hatte, welche Sicherheitsvorkehrungen an dem Institut galten sowie ob und wie sie geimpft war, sagte WHO-Spezialistin Maria van Kerkhove.
Nach ihren Angaben wurden der WHO zwischen 2019 und 2025 aus zehn Ländern knapp 4.000 Pestfälle gemeldet, darunter 423 Todesfälle.














