Valérie Dittli verliert Rückhalt der Waadtländer Mitte

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Lausanne,

Das Präsidium der Waadtländer Mitte lässt Valérie Dittli fallen. Sollte die Staatsrätin bei den nächsten Wahlen erneut für die Kantonsregierung kandidieren, wird sie vom Parteipräsidium nicht unterstützt.

Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli vor einer Woche an einer Medienkonferenz in Lausanne. (Archivbild)
Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli vor einer Woche an einer Medienkonferenz in Lausanne. (Archivbild) - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Die Parteispitze entzog Dittli bereits bei einer Abstimmung am 14. Juli ihre Unterstützung, wie der Präsident der Waadtländer Mitte, Giancarlo Sergi, am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Er bestätigte damit eine Meldung von «Blick».

Bisher hatte sich das Parteipräsidium nicht dazu äussern wollen, ob es eine neuerliche Kandidatur seiner Staatsrätin unterstützen würde. Es hatte erklärt, zunächst Dittlis Entscheid über ihre politische Zukunft abwarten zu wollen.

Die für Landwirtschaft und Digitalisierung zuständige Staatsrätin hat sich jedoch noch immer nicht entschieden. Ihre Partei hatte ihr dafür bis vergangenen Dienstag Zeit gegeben. Dittlis Entscheid wird nun in den kommenden Tagen erwartet.

Der Vorstand der Waadtländer Mitte kommt am 20. August zusammen. Am 2. September folgt eine Generalversammlung. Diese könnte somit das letzte Wort haben, sollte Dittli bei den Staatsratswahlen erneut für die Mitte antreten wollen.

Widerstand von Bündnispartnern

Die Diskussion um Dittlis Zukunft fällt in eine Phase, in der die im Kanton Waadt schwach vertretene Mitte nach Bündnispartnern sucht. Aus einem diese Woche bekannt gewordenen Strategiepapier geht hervor, dass sämtliche konsultierten Parteien der Mitte und der Rechten ein Bündnis ablehnen, falls Dittli 2027 erneut als Staatsratskandidatin der Mitte antritt. Dazu gehören die Grünliberalen, die EVP und Les Libres sowie FDP und SVP.

Dem Papier zufolge hält das Parteipräsidium derzeit ein Mitte-Bündnis mit Grünliberalen, EVP und Les Libres für die erfolgversprechendste Variante. Gleichzeitig soll die Mitte mit einer neuen Kandidatur für den Staatsrat antreten. Mit dieser Strategie will die Partei unter anderem auch den Wiedereinzug ins Waadtländer Kantonsparlament schaffen, in dem sie derzeit keinen Sitz hat.

Kommentare

User #1512 (nicht angemeldet)

Nur eine Frage. Könnte Frau Dittli selber ihre eigene Mitte evtl. längst verloren haben?

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