Regierung

Valérie Dittli will erneut für Waadtländer Regierung kandidieren

Keystone-SDA
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Lausanne,

Valérie Dittli will den Waadtländer Staatsrat nicht verlassen. Trotz der Affären hat die Mitte-Politikerin angekündigt, im kommenden Februar erneut kandidieren zu wollen. «Ich trete an, um zu gewinnen», sagt sie in einem Interview mit «Le Matin Dimanche».

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Valérie Dittli (Archivbild). - keystone

«Ich stelle mich meiner Partei zur Verfügung. Und ich beabsichtige, sie am 2. September zu überzeugen», sagte die Landwirtschafts- und Digitalministerin mit Blick auf die Delegiertenversammlung der Mitte Waadt.

Dittli versichert, «die Mitte ist meine Familie», und sie «hoffe wirklich, mit ihr in den Wahlkampf zu ziehen». Eine Kandidatur als Unabhängige schliesst sie allerdings nicht aus, sollte die Parteibasis ihre Kandidatur nicht unterstützen. «Wenn meine Partei entscheidet, dass es ohne mich weitergeht, bleibt alles denkbar», sagt sie.

Partei in Bedrängnis

Ihre Ankündigung bringt ihre Partei in Bedrängnis. Das Präsidium der Mitte Waadt hatte ihr nämlich empfohlen, auf eine Kandidatur zu verzichten. Die Partei, die im Kanton wenig politisches Gewicht hat, will mit Blick auf die kantonalen Wahlen 2027 Bündnisse eingehen. Doch alle konsultierten Parteien aus der Mitte wie auch von rechts wollen kein Bündnis mit Valérie Dittli als Kandidatin.

Zur Erinnerung: Die gebürtige Zugerin wurde im April 2022 in den Staatsrat gewählt. Damals war sie erst 29 Jahre alt und verfügte über keine wirkliche politische Erfahrung. Ihre Wahl war eine grosse Überraschung, auch wenn sie wesentlich dem Bündnis der Mitte mit FDP und SVP zu verdanken war.

Das Märchen dauerte jedoch nicht lange. Eine Affäre um Dittli folgte auf die nächste: der Umgang mit dem Steuerschild, Führungsprobleme, eine geheime Vereinbarung und der Vertrauensbruch mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Staatsrat.

«Eine Bilanz, die ich verteidigen kann»

Isoliert, von allen Seiten angegriffen und im Visier der Justiz wollte Valérie Dittli dennoch nie aufgeben. Das bekräftigt sie nun erneut, indem sie für eine weitere Amtszeit in der Waadtländer Kantonsregierung kandidiert.

Die Staatsrätin räumt ein: «Ich habe zweifellos Fehler gemacht, vor allem am Anfang, und dazu stehe ich.» Sie stehe aber «auch dazu, meine Arbeit gemacht zu haben: regieren», statt dies der Verwaltung überlassen zu haben. «Ich habe eine echte Bilanz, die ich verteidigen kann», versicherte sie.

In ihrem nächsten Wahlkampf will die Mitte-Politikerin die Kaufkraft der Mittelschicht und die KMU ins Zentrum stellen. Zudem will sie ihre Arbeit in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung fortsetzen und «unsere landwirtschaftlichen Instrumente an Dürren und den Klimawandel anpassen. Innovative Programme, insbesondere zur Anpassung der Böden, wurden bereits lanciert», sagte sie.

Kommentare

User #4984 (nicht angemeldet)

Alles die gleichen Sesselkleber...Egoisten ohne fehl und Tadel

User #4563 (nicht angemeldet)

Wenn ich stimmberechtigt wäre, würde ich sie wählen.

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