Pilot wirft betrunkene Mallorca-Touristen aus Flugzeug
Am Flughafen Klagenfurt in Deutschland sorgt eine betrunkene Gruppe für Ärger – am Ende fliegt sie aus dem Flugzeug.

Das Wichtigste in Kürze
- Eklat am Flughafen: ein Pilot lässt eine betrunkene Gruppe aus dem Flugzeug werfen.
- Die Randalierer leisten bei der Festnahme Widerstand.
- Ryanair verlangt künftig mindestens umgerechnet 550 Franken von Passagieren, die für Ärger sorgen.
Am Flughafen Klagenfurt (Ö) ist es am Freitagabend zu einem Polizeieinsatz gekommen. Eine Gruppe – sieben Männer und eine Frau – wollte mit Ryanair nach Mallorca fliegen. Zwei Männer aus der Gruppe waren alkoholisiert und fielen bereits bei der Gepäckkontrolle auf.
Der Pilot verweigerte den beiden Männern das Einsteigen. Es kam zu heftigen Diskussionen an Bord, woraufhin die Polizei gerufen wurde.
Die Männer weigerten sich, ihre Identität preiszugeben, und beschimpften die Beamten. Sie wurden zur Polizeiinspektion Annabichl im Flughafen gebracht.
Die Gruppe stammt aus den Bezirken Klagenfurt-Land und Feldkirchen in Kärnten.
Pilot schmeisst ganze Gruppe aus dem Flugzeug
Marianne Dionisio, stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Annabichl, schilderte den Ablauf gegenüber dem «Österreichischen Rundfunk»: «Sie wurden von unseren Kollegen vom Flieger weggeschickt und auf die Wache PI Annabichl gebracht, wo die Identität festgestellt wurde.»

Währenddessen traf der Pilot eine weitere Entscheidung: Auch die übrigen sechs Personen der Gruppe durften den Flug nicht antreten. Die Polizei musste erneut eingreifen und eskortierte auch sie aus dem Flugzeug.
Auch unter den verbleibenden Personen kam es zu Problemen. Zwei weitere Mitglieder verhielten sich aggressiv, es kam zu Handgreiflichkeiten mit den Beamten.
Polizei nimmt fünf Personen fest
Dionisio erklärte dem ORF: «Das Ganze ist dann ein bisschen ausgeufert, sodass es zu insgesamt fünf Festnahmen gekommen ist.»
Vier Personen wurden wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Eine weitere Person wurde wegen einer Verwaltungsübertretung vorläufig festgenommen.
Bei dem Einsatz erlitt ein Polizeibeamter leichte Verletzungen.
Die rund 150 anderen Passagiere des Ryanair-Fluges mussten warten. Der Flieger startete mit über einer Stunde Verspätung in Richtung Mallorca.
Ryanair will Strafe einkassieren
Für die Gruppe könnte der Vorfall noch finanzielle Folgen haben. Ryanair hat angekündigt, von randalierenden Passagieren künftig umgerechnet 550 Franken zu verlangen.

Laut Ryanair muss die Airline im Schnitt fast täglich einen Flug umleiten, weil sich Passagiere daneben benehmen. Der häufigste Grund: Alkohol.
Deshalb fordert die Fluggesellschaft ein Verbot des Alkoholverkaufs am frühen Morgen an Flughäfen.
















