Pilot

Pilot wirft betrunkene Mallorca-Touristen aus Flugzeug

Aaron Studer
Aaron Studer

Österreich,

Am Flughafen Klagenfurt in Deutschland sorgt eine betrunkene Gruppe für Ärger – am Ende fliegt sie aus dem Flugzeug.

flugzeug
Nichts mit Malle: Eine Gruppe betrunkener Touristen wurde noch vor dem Abflug aus dem Flugzeug geworfen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eklat am Flughafen: ein Pilot lässt eine betrunkene Gruppe aus dem Flugzeug werfen.
  • Die Randalierer leisten bei der Festnahme Widerstand.
  • Ryanair verlangt künftig mindestens umgerechnet 550 Franken von Passagieren, die für Ärger sorgen.

Am Flughafen Klagenfurt (Ö) ist es am Freitagabend zu einem Polizeieinsatz gekommen. Eine Gruppe – sieben Männer und eine Frau – wollte mit Ryanair nach Mallorca fliegen. Zwei Männer aus der Gruppe waren alkoholisiert und fielen bereits bei der Gepäckkontrolle auf.

Der Pilot verweigerte den beiden Männern das Einsteigen. Es kam zu heftigen Diskussionen an Bord, woraufhin die Polizei gerufen wurde.

Die Männer weigerten sich, ihre Identität preiszugeben, und beschimpften die Beamten. Sie wurden zur Polizeiinspektion Annabichl im Flughafen gebracht.

Die Gruppe stammt aus den Bezirken Klagenfurt-Land und Feldkirchen in Kärnten.

Pilot schmeisst ganze Gruppe aus dem Flugzeug

Marianne Dionisio, stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Annabichl, schilderte den Ablauf gegenüber dem «Österreichischen Rundfunk»: «Sie wurden von unseren Kollegen vom Flieger weggeschickt und auf die Wache PI Annabichl gebracht, wo die Identität festgestellt wurde.»

Flieger
Der Flieger startete mit über einer Stunde Verspätung in Richtung Mallorca. (Symbolbild) - keystone

Währenddessen traf der Pilot eine weitere Entscheidung: Auch die übrigen sechs Personen der Gruppe durften den Flug nicht antreten. Die Polizei musste erneut eingreifen und eskortierte auch sie aus dem Flugzeug.

Auch unter den verbleibenden Personen kam es zu Problemen. Zwei weitere Mitglieder verhielten sich aggressiv, es kam zu Handgreiflichkeiten mit den Beamten.

Polizei nimmt fünf Personen fest

Dionisio erklärte dem ORF: «Das Ganze ist dann ein bisschen ausgeufert, sodass es zu insgesamt fünf Festnahmen gekommen ist.»

Vier Personen wurden wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Eine weitere Person wurde wegen einer Verwaltungsübertretung vorläufig festgenommen.

Hat der Pilot richtig gehandelt?

Bei dem Einsatz erlitt ein Polizeibeamter leichte Verletzungen.

Die rund 150 anderen Passagiere des Ryanair-Fluges mussten warten. Der Flieger startete mit über einer Stunde Verspätung in Richtung Mallorca.

Ryanair will Strafe einkassieren

Für die Gruppe könnte der Vorfall noch finanzielle Folgen haben. Ryanair hat angekündigt, von randalierenden Passagieren künftig umgerechnet 550 Franken zu verlangen.

Ryanair
Der Billigflieger Ryanair sorgt immer wieder für Aufsehen. Im Bild: CEO Michael O’Leary. - keystone

Laut Ryanair muss die Airline im Schnitt fast täglich einen Flug umleiten, weil sich Passagiere daneben benehmen. Der häufigste Grund: Alkohol.

Deshalb fordert die Fluggesellschaft ein Verbot des Alkoholverkaufs am frühen Morgen an Flughäfen.

Kommentare

User #4594 (nicht angemeldet)

Sehr gut.

User #8193 (nicht angemeldet)

Richtig so! Auf einem Flugzeug hat der Kapitän die Bordgewalt. Er darf das. Ein Flugverbot für 2 Jahre noch dazu und vielleicht lernen diese Individuen sich zu benehmen.

Weiterlesen

fenster
22 Interaktionen
Jetzt klar
alkohol us airlines
2 Interaktionen
Gewalt an Bord
a
45 Interaktionen
Bonus!

MEHR IN NEWS

UV Index Strahlung Europa
Birgt Gefahren
sdf
8 Interaktionen
Alles weg!
münchen lufthansa
2 Interaktionen
Zweiter Zwischenfall
Dolomiten
16 Interaktionen
Videos zeigen

MEHR PILOT

Polizei Waadt montreux sterben autounfall
Suscévaz VD
Griechenland Waldbrände
6 Interaktionen
Griechenland
Polizei Kolumbien
14 Interaktionen
Unter Uniform

MEHR AUS ÖSTERREICH

Kumberg tödliches Delikt
Vater unter Verdacht
Gesundheit Alter
16 Interaktionen
Aufgepasst
Trockenheit Österreich
6 Interaktionen
In Österreich
A11
138 Interaktionen
«Schockiert»