Sport-Studie: Erstmals mehr Schweizer im Fitnessstudio als im Verein
Die Studie «Sport Schweiz 2026» zeichnet ein sportliches Bild der Schweizer Bevölkerung. Die beliebtesten Sportarten werden im Freien ausgeübt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Bevölkerung gehört zu den sportlichsten Europas.
- Rund die Hälfte zählt sich zu den sehr Aktiven, am beliebtesten ist Sport im Freien.
- Erstmals haben Fitnesscenter mehr Mitglieder als Sportvereine.
- Je höher Einkommen und Bildung, desto eher wird Sport getrieben.
Das Bundesamt für Sport Baspo stellt am Dienstagmorgen die Studie «Sport Schweiz 2026» vor. Die Erkenntnis: Die Schweizer Bevölkerung treibt weiterhin viel Sport.
Sport treibt man hierzulande am liebsten draussen. Wandern (49% der Bevölkerung), Velofahren (34%), Schwimmen (25%), Skifahren (23%) und Joggen (23%) stehen zuoberst auf der Beliebtheitsskala.

Doch Krafttraining (20%) im Fitnesszentrum und Yoga (16%) werden zunehmend häufiger betrieben. Erstmals sind mehr Personen über 15 Mitglied in einem Fitnesscenter (22%) als in einem Sportverein (19%).
Sport getrieben wird namentlich für die Gesundheit und Fitness, aus Freude an der Bewegung und an Erlebnissen in der Natur. Und: Je höher Einkommen und Bildung, desto eher wird Sport getrieben.
Rund die Hälfte der Antwortenden (52%) zählt sich zu den sehr Aktiven. Sportlich nicht aktiv sind 17 Prozent. Diese Anteile veränderten sich nach Angaben des VBS zwischen 2020 und 2026 kaum noch, nachdem die Zahl der aktiv Sport treibenden zuvor stark gestiegen war.
Rückgang im Tessin
Rund 15'000 Personen nahmen an der von Sportminister Martin Pfister präsentierten Studie daran teil. Die Befragung findet alle sechs Jahre statt.
«Die Sportaktivität der Schweizer Bevölkerung bleibt auf hohem Niveau stabil. Entgegen dem langjährigen Trend zeigt die Entwicklung jedoch nicht noch weiter nach oben», schreibt das Baspo in einer Mitteilung.
Ob der Sportboom der letzten Jahre seinen Zenit erreicht habe oder es sich nur um einen Marschhalt handle, «lässt sich aus heutiger Sicht nicht abschätzen».

In der Deutschschweiz und der französischen Schweiz liegt die Sportaktivität ungefähr auf dem Niveau von 2020.
Im Tessin hingegen gibt es einen beträchtlichen Rückgang. «Dieser könnte eine Spätfolge der Covid-19-Pandemie sein: Das Tessin war punkto sportlicher Aktivitäten von rigoroseren Einschränkungen betroffen als der Rest der Schweiz.»
Europäische Spitze
Gut steht die Schweiz im internationalen Vergleich da.
Zusammen mit den skandinavischen Ländern belege man die Spitze, schreibt das Baspo. «Auch in der Schweizer Bevölkerung geniesst der Sport ein sehr gutes Image sowie eine hohe Akzeptanz und wird mit vielen positiven Assoziationen verbunden.»












