Corona-Immunität: Antikörper und T-Zellen

Lina Obrecht
Lina Obrecht

Deutschland,

Die Immunität wird nicht nur von Antikörper beeinflusst. Ein anderer entscheidender Faktor sind die T-Zellen.

antikörper varianten
Das Coronavirus unter dem Elektronenmikroskop. (Symbolbild) - National Institute of Allergy and Infectious Diseases/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Corona-Immunität kann mit einer Impfung oder nach einer Erkrankung aufgebaut werden.
  • Verschiedene Faktoren beeinflussen den Schutz.

Neben Antikörper sind auch andere Faktoren wie die sogenannten T-Zellen, auch bekannt als «Killerzellen», ausschlaggebend. Die «Killerzellen» machen das Virus effektiv unschädlich, während es die Antikörper erkennen und für das Immunsystem sichtbar machen. Zwischen diesen beiden Faktoren besteht kein linearer Zusammenhang. Auch mit einem hohen Antikörperspiegel kann der Körper mangels T-Zellen Mühe bei der Bekämpfung des Virus haben und umgekehrt.

Da es schwierig ist, die T-Zellen zu bestimmen, wird für eine Analyse der Immunität weiterhin der Antikörperspiegel verwendet. Allerdings konnte noch kein genauer Grenzwert definiert werden. Der Vorstandsvorsitzenden des Berufsverbands Deutscher Laborärzte, Andreas Bobrowski, legt unpräzise Werte dar:

Mit 21,8 BAU (Binding Antibody Units) oder tiefer, ist eine Person sehr wahrscheinlich nicht immun. Mit mindestens 44 BAU hat der Körper vermutlich einen guten Schutz gegen das Virus. Zwischen 21,8 und 44 BAU befinde sich eine Grauzone. So Bobrowski gegenüber dem «Focus».

Auch bei der Impfung ist nicht genau bekannt, zu wie vielen Prozent sie gegen die Krankheit schützt. Ursprünglich wurde von 90 Prozent gesprochen. Die Delta-Variante ist aber im Gegensatz zum Wildtyp ansteckender und kann den Impfschutz besser umgehen.

Mit der Zeit nimmt der Schutz einer Impfung vor einer Infektion ab. Die schweren Verläufe werden aber nach wie vor vermieden, das zeigen Daten aus Israel.

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