Zehn Jahre «Wir schaffen das»: Merkel sieht positive Entwicklung
Vor zehn Jahren prägte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Satz «Wir schaffen das» die deutsche Migrationspolitik. Auch heute steht sie dazu.

Angela Merkel (71) hat den Satz «Wir schaffen das» vor zehn Jahren geprägt. Die ehemalige Kanzlerin stellt nun in einer ARD-Dokumentation klar, dass es ihr vor allem um Menschenwürde ging.
Zehn Jahre nach dem denkwürdigen Satz ist Merkels Optimismus ungebrochen. Viele Geflüchtete, die damals kamen, ziehen in «Danke, aber… Zehn Jahre nach Merkels Versprechen» eine Bilanz.
Einige berichten von gelungener Integration, andere von Herausforderungen beim Neuanfang, die Integration wird inzwischen von Experten überwiegend positiv bewertet. Das bestätigt auch Ingo Zamperoni in der Doku «Merkels Erbe – 10 Jahre Wir schaffen das!».
Zahlen geben «Wir schaffen das» Recht
Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Bildungsforschung aus Nürnberg sind 64 Prozent der 2015 Geflüchteten heute erwerbstätig. Im Vergleich dazu beträgt die Beschäftigungsquote der Gesamtbevölkerung 70 Prozent, wie die «Deutsche Welle» berichtet.
Insbesondere geflüchtete Frauen haben weiterhin grössere Schwierigkeiten, eine feste Beschäftigung zu finden. Die Mehrheit konnte laut der «Tagesschau» aber durch gezielte Programme nachhaltige Fortschritte erzielen.
Auch neue Arbeitsmarktinitiativen und die Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes erleichtern Integration. Das erwähnt der Sachverständigenrat für Integration und Migration in seinem Gutachten von 2025.
Haltung statt Versprechen
Unternehmerinnen wie Mahsa Narimani berichten, dass der Weg lohnend, aber hart war, so die «ARD». Andere wie Heva Gharibi kämpfen auch zehn Jahre später noch mit bürokratischen Hürden und Duldung, wie die Dokumentation zeigt.

Angela Merkel betont im aktuellen ARD-Interview erneut: «Wir schaffen das» war nie ein Versprechen, sondern Ausdruck einer Haltung, wie die «Tagesschau» berichtet.
Experten fordern, Förderprogramme und Sprachkurse weiterhin zu stärken. Entscheidend bleibt, die Potenziale aller Geflüchteten nutzbar zu machen, betont der Sachverständigenrat.