Inflationsrate steigt in Deutschland auf 2,2 Prozent

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    Im August sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland erneut gestiegen, mit Konsumentenpreisen, die 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen.

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    Im August stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,2 Prozent. (Archivbild) - afp

    Das Leben in Deutschland hat sich im August wieder stärker verteuert. Die Konsumentenpreise lagen um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Für Juni und Juli hatte die Behörde noch je eine Rate von 2,0 Prozent errechnet. Von Juli auf August des laufenden Jahres stiegen die Preise um 0,1 Prozent.

    Je höher die Inflationsrate, desto geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten. Obwohl die grosse Teuerungswelle vorerst ausgelaufen ist, die Deutschland nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erfasste, belasten zum Beispiel gestiegene Lebensmittelpreise viele Verbraucher.

    Immerhin haben viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch mehr Geld in der Tasche: Im zweiten Quartal dieses Jahres stiegen die Löhne dem Statistischen Bundesamt zufolge mit 4,1 Prozent erneut stärker als die Konsumentenpreise. Daraus ergibt sich eine Reallohnsteigerung um 1,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Kaufkraftverluste vor allem aus den Jahren 2022 und 2023 werden somit zunehmend ausgeglichen.

    Die Kerninflation – also die Rate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie – lag im August unverändert bei 2,7 Prozent. Im August mussten die Menschen hierzulande für Nahrungsmittel 2,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Im Juli hatten die Nahrungsmittelpreise noch um 2,2 Prozent zugelegt. In der Spitze im März waren es 3,0 Prozent.

    Kaffee, Schokolade und Obst teurer

    Nach Daten aus den Bundesländern verteuerten sich in diesem August etwa Kaffee und Schokolade teilweise um bis zu ein Viertel verglichen mit dem Vorjahresmonat. Auch die Preise für Obst zogen an, während die Statistiker bei einigen Gemüsesorten regional Preisrückgänge verzeichneten.

    Energie war nach den vorläufigen Berechnungen der Statistiker im August 2,4 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Im August vor einem Jahr waren die Energiepreise allerdings sehr viel deutlicher gesunken. Im Jahresvergleich wirkt das daher nun wie eine Preissteigerung – ein sogenannter Basiseffekt, der die aktuelle Inflationsrate nach oben treibt.

    Die Bundesbank hatte darauf in ihrem jüngsten Monatsbericht verwiesen: «In den nächsten Monaten dürfte die Inflationsrate vorübergehend etwas höher ausfallen.» Auch andere Ökonomen hatten erwartet, dass sich das Leben in Deutschland im August wieder stärker verteuert hat als in den vergangenen beiden Monaten.

    Ökonomen erwarten Inflation um 2 Prozent

    Für das Gesamtjahr erwarten Ökonomen im Durchschnitt eine Inflationsrate um die zwei Prozent. Bei mittelfristig 2,0 Prozent Teuerung sieht die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euroraum als Ganzes ihr Ziel stabiler Preise und somit einer stabilen Währung erfüllt. Dauerhaft niedrige Preise gelten ebenso wie zu stark steigende Preise als Risiko für die Konjunktur.

    Im Gesamtjahr 2022 war die Inflation in Deutschland auf 6,9 Prozent hoch geschnellt, 2023 waren es 5,9 Prozent. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 kletterten die Preise für Energie und Lebensmittel sprunghaft. Im vergangenen Jahr flaute die Teuerung auf 2,2 Prozent ab.

    Kommentare

    User #4666 (nicht angemeldet)

    Ist ja bei uns nicht besser..nur wird es nicht wirklich richtig berechnet...1 Tafel Schokolade zwischen Fr. 3.50 bis Fr. 4.20 und alles andere wird auch laufen teurer in der Schweiz...reine Abzocke!

    User #5708 (nicht angemeldet)

    Dank Trump in der Schweiz auch bald.

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