Klybeckquai: Basler Regierung stellt Pläne für Wohnquartiere vor
Die Basler Regierung plant am Klybeckquai neue Wohnquartiere mit direktem Rheinanschluss. Ein grosszügiger Quartierpark und Arbeitsplätze ergänzen das Konzept.

Die Basler Regierung hat am Donnerstag die neuen Pläne für die Arealentwicklung am Klybeckquai präsentiert. Diese sehen städtische Quartiere direkt am Rhein vor.
Das Klybeckquai soll künftig Raum für 3000 Einwohner bieten. Zugleich würden 1500 Arbeitsplätze geschaffen, wie Finanzdirektorin Tanja Soland (SP) vor Ort erklärte.
Der bestehende Gleisrücken der Hafenbahn falle laut dem «Baublatt» weg. Dadurch wird die Verbindung zwischen Quartier und Rhein geöffnet, erläutert das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt.
Quartiere am Wasser
Geplant ist zudem eine Uferpromenade mit neuem Quartierpark gegenüber dem Ackermätteli. Der Park soll zwei Hektar gross sein und die Freiflächen für das Quartier erweitern, so Baudirektorin Esther Keller (GLP).

Das Quartier Klybeck erhalte eine Erweiterung Richtung Rhein mit preisgünstigem Wohnraum. Die Architektur setze laut der Medienmitteilung des Regierungsrats Basel auf begrünte Höfe und Blockrandbebauung.
Das Westquai sei zunächst als Industriezone, mit flexiblen Nutzungen für Arbeit, Kultur und Freizeit, vorgesehen. Die historische Hafenkante werde durch die Verlagerung der Hafenbahn zum Südquai aufgelöst.
Jahrelange Planungen zum Klybeckquai
Eine neue Tramlinie und Wege für Fuss- und Veloverkehr sollen das Quartier gut mit der Stadt verbinden. Damit soll Basel eine durchlässige Stadterweiterung am Rhein erhalten, heisst es im städtebaulichen Konzept von 2019.
Der #GrosserRatBS stellt der «Hafeninitiative» einen Gegenvorschlag gegenüber. Dieser lässt dem Kanton für die Planung des West- und Klybeckquai mehr Handlungsspielraum und will u.a. neben gemeinnützigem auch anderen Wohnungsbau zulassen. Ablehnung der Volksinitiative mit 52:41. pic.twitter.com/eoPfGCfUqj
— Kanton Basel-Stadt (@BaselStadt) October 18, 2023
Die Planung orientiert sich am Gegenvorschlag des Grossen Rats zur Initiative «Hafen für alle». Diese fordert mehr Grünräume und öffentliche Nutzung am Rhein, wie im städtischen Leitbild beschrieben, so die «Basler Medienstelle».
Eine Rheinbrücke nach Frankreich ist ebenfalls vorgesehen. Der motorisierte Verkehr soll ausgesperrt und der Fokus auf öffentlichen und sanften Verkehr gelegt werden.