Klimawandel

    WMO: Klimawandel verschlechtert die Luftqualität

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    Genève,

    Den heutigen Mittwoch hat die Uno zum «Tag der sauberen Luft» erklärt. Sie warnen, dass steigende Temperaturen unter anderem die Schadstoffwerte erhöhen.

    Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand bei Raunheim.
    Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand bei Raunheim. - Boris Roessler/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auch die Luftqualität leidet unter dem Klimawandel.
    • Laut der Uno erhöhen steigende Temperaturen unter anderem die Schadstoffwerte.

    Längere und stärkere Hitzewellen sowie damit einhergehende Waldbrände wie in diesem Sommer verschlechtern nach einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) die Luftqualität.

    Weil der Klimawandel mehr und intensivere Hitze- und Dürreperioden verursacht, dürften hunderte Millionen Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden, berichtete die WMO in Genf zum heutigen Tag der sauberen Luft. Nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsdienstes Copernicus lagen die Emissionen durch Waldbrände in diesem Sommer in Europa so hoch wie seit 2007 nicht mehr.

    Die atmosphärischen Bedingungen, Sonneneinstrahlung und schwacher Wind führten zu hohen Schadstoffwerten, sagte WMO-Chef Petteri Taalas. «Wir haben es bei den Hitzewellen in Europa und China in diesem Jahr gesehen. (...) Dies ist ein Vorgeschmack auf die Zukunft, denn wir erwarten eine weitere Zunahme der Häufigkeit, Intensität und Dauer von Hitzewellen, was zu einer noch schlechteren Luftqualität führen könnte.» Die WMO warnt auch vor der Ozonbelastung.

    Auch Ozon in Bodennähe erhöht

    Hohe Lufttemperaturen und intensive Sonneneinstrahlung begünstigen nach Angaben des Umweltbundesamtes die Bildung von Ozon in Bodennähe. Ozon führt in höheren Konzentrationen zu Tränenreiz, Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen. Bei erhöhtem Atemvolumen etwa durch körperliche Anstrengung könne es auch tief in das Lungengewebe vordringen, das Gewebe schädigen und Entzündungen hervorrufen.

    Nach Angaben der WMO wird die Entwicklung besonders Asien betreffen, wo rund ein Viertel der Weltbevölkerung lebt. Wenn der Ausstoss an Treibhausgasen nicht drastisch eingedämmt werden kann und die globale Durchschnittstemperatur um drei Grad gegenüber vorindustriellem Niveau steigt, dürfte die Ozon-Konzentration in der Region Pakistan, Nordindien und Bangladesch um 20 Prozent steigen, im Osten Chinas um 10 Prozent, so die WMO. Ein Grossteil davon wäre dort auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe zurückzuführen, aber 20 Prozent auch auf die Effekte des Klimawandels, die die Ozonbildung in Bodennähe begünstigen.

    Die Welt hatte sich im Klimavertrag von Paris darauf verständigt, die globale Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

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