Wenigste Corona-Patienten in englischen Kliniken seit September

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Grossbritannien,

Am Montag befanden sich in England noch 798 Menschen wegen des Coronavirus in klinischer Behandlung. Seit einem halben Jahr ist dies der tiefste Stand.

Krankenhaus
Im Spital konnte dem sechsjährigen Andrea nicht mehr geholfen werden. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In England wurden am Montag 798 Menschen wegen des Coronavirus in Kliniken behandelt.
  • Dies ist seit einem halben Jahr der niedrigste Stand.
  • Zudem sind rund 20 Millionen Menschen vollständig gegen das Virus geimpft.

Die Zahl der Corona-Patienten in England ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gefallen. Am Montagmorgen seien im grössten britischen Landesteil noch insgesamt 798 Menschen in Kliniken behandelt worden, teilte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) am Dienstag mit.

Experten verweisen auf die Folgen des monatelangen Lockdowns mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie den Erfolg des Impfprogramms. Mittlerweile sind mehr als 20 Millionen Menschen vollständig geimpft, das ist knapp ein Drittel der britischen Bevölkerung.

Indische Corona-Variante bereitet Sorgen

Allerdings bereitet den Behörden die rasche Ausbreitung der zuerst in Indien entdeckten und vermutlich hoch ansteckenden Corona-Variante Sorgen. In einigen Gegenden der schottischen Grossstadt Glasgow dürfen deshalb nun alle über 18-Jährigen geimpft werden. Auch in den mittelenglischen Städten Bolton und Blackburn, in denen ein starker Anstieg der «indischen» Variante beobachtet wurde, erhalten alle Erwachsenen, die wollen, eine Spritze. An mobilen Impfstationen bildeten sich lange Schlangen.

Nachwahl
Der Premierminister Grossbritanniens, Boris Johnson. (Archivbild) - Keystone

Kabinettsmitglied George Eustice schloss regionale Lockdowns nicht aus, um die «indische» Variante einzudämmen. «Das ist eine Option», sagte Eustice dem Sender Sky News. Die Regierung hält bislang an ihrem Plan fest, am 21. Juni alle Corona-Restriktionen aufzuheben.

Premierminister Boris Johnson sagte, es gebe «keine endgültigen» Hinweise darauf, dass Grossbritannien von diesem Vorhaben abweichen müsse. Johnson rief aber zur Vorsicht auf. Die Regierung werde in den kommenden Tagen mehr über die Auswirkungen der Variante wissen. Landesweit gab es - Stand Montag - mehr als 2300 bestätigte Fälle dieser Variante, eine Verdoppelung zur Vorwoche.

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