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Unilever setzt global auf Influencer statt klassische Werbung

Maja Bojic
Maja Bojic

Grossbritannien,

Unilever treibt seine Social-First-Strategie voran und baut Influencer-Marketing massiv aus, wie mehrere aktuelle Berichte bestätigen.

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Unilever plant, seine Lebensmitteldivision mit McCormick zu fusionieren, um ein global führendes Unternehmen für Gewürze zu schaffen. (Archivbild) - keystone

Unilever richtet sein Marketing konsequent neu aus und setzt dabei stark auf Influencer und soziale Plattformen.

Wie «eMarketer» berichtet, verfolgt der Konzern ein sogenanntes «Social-First»-Modell mit wachsender Creator-Beteiligung. Die Neuausrichtung geht auf CEO Fernando Fernandez zurück, der klassische Markenbotschaften zunehmend als ineffektiv einstuft.

Laut «Financial Times» sollen Inhalte verstärkt von externen Stimmen vermittelt werden, um Vertrauen bei Konsumenten zu steigern.

Unilever: Milliardeninvestitionen in Creator-Strategien

Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die massive Umschichtung von Werbebudgets in soziale Kanäle. Wie «The Drum» berichtet, will Unilever rund die Hälfte seines globalen Mediabudgets in Creator-getriebene Werbung investieren.

Lässt du dich von Influencern beeinflussen?

Diese Entscheidung gilt als Signal für die gesamte Branche und hat zahlreiche Wettbewerber beeinflusst. Das Branchenportal beschreibt den Schritt als Wendepunkt für die Anerkennung von Influencer Marketing als Hauptkanal.

Parallel dazu baut Unilever seine Zusammenarbeit mit Influencern weltweit stark aus. Wie «Business Insider» berichtet, arbeitet der Konzern inzwischen mit nahezu 300'000 Creatorn global zusammen.

Neue Marketinglogik statt klassischer Kampagnen

Die Strategie basiert auf der Annahme, dass Konsumenten traditionellen Werbebotschaften zunehmend skeptisch gegenüberstehen. Laut «Financial Mail» sollen Influencer authentischere Inhalte liefern und so die Markenbindung stärken.

Gleichzeitig verändert sich die Struktur des Marketings innerhalb des Konzerns grundlegend. Wie «Financial Mail» berichtet, wird Marketing stärker zentral gesteuert und enger mit den Geschäftsbereichen verzahnt.

Diese Entwicklung geht mit einer stärkeren Nutzung von Daten und schnelleren Entscheidungsprozessen einher. Ziel ist laut Bericht eine effizientere Umsetzung und höhere Wirkung von Kampagnen in Echtzeit.

Branche folgt dem Unilever-Modell

Die aggressive Ausweitung von Influencer Marketing zeigt bereits Auswirkungen auf den gesamten Markt. Wie «Business Insider» berichtet, hat die Strategie einen regelrechten Boom in der Creator-Ökonomie ausgelöst.

Viele Unternehmen orientieren sich inzwischen an Unilevers Ansatz und erhöhen ihre eigenen Budgets deutlich. Experten sehen darin laut Bericht eine direkte Reaktion auf den Bedeutungsverlust klassischer Medienkanäle.

Unilever
Nach der Ankündigung der Fusion fiel der Aktienkurs von Unilever um rund sieben Prozent, da Anleger die komplexe Struktur und mögliche regulatorische Hürden bewerteten. (Archivbild) - keystone

Auch intern wird der Wandel weiter vorangetrieben und strategisch verankert. Wie «eMarketer» berichtet, versteht Unilever Influencer Marketing inzwischen als festen Bestandteil seiner globalen Wachstumsstrategie.

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Kommentare

User #4846 (nicht angemeldet)

Gut so, da brauch ich den Namen Unilever nicht mehr zu hören und sehen.

User #5718 (nicht angemeldet)

Grosskonzerne wie Nestlé & Unilever greifen nun Kinder und Jugendliche werbetextlich an, um das Suchtpotenzial auf Industrie-Food zu fördern. Den Preis zahlen später die Erwachsenen via Krankenkassenprämie - super!

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