Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery wirft der deutschen Politik Halbherzigkeit in der Corona-Pandemie vor.
Hinweis auf 2G-Regel in Köln
Hinweis auf 2G-Regel in Köln - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland beraten Bund und Länder über Verschärfungen der Corona-Massnahmen.
  • Zur Diskussion steht ein «Lockdown light».
  • Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery wirft der Politik Halbherzigkeit vor.

Vor den Beratungen von Bund und Ländern über eine Verschärfung der Corona-Massnahmen hat Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery die Politik zu mehr Konsequenz im Kampf gegen die Pandemie aufgerufen und sich gegen die Verhängung eines «Lockdown lights» gewandt.

«Ein Lockdown light dient nur der Besänftigung des eigenen schlechten Gewissens und der Betäubung der Bevölkerung», sagte Montgomery der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstagsausgabe).

«Politik macht immer dieselben Fehler»

«Die Politik macht immer wieder dieselben Fehler», beklagte Montgomery. Zwar sei nicht immer ein bundesweiter Lockdown angemessen; auch harte regionale Einschränkungen könnten sinnvoll sein. «Aber, wo dann Lockdown draufsteht, muss auch Lockdown drin sein. Halbherzigkeit hatten wir nun wirklich genug.»

Laut einer Beschlussvorlage wollen die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Videokonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) an diesem Dienstag Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene beschliessen, um die Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus zu bremsen. Demnach sollen sich Innenräumen und Aussenbereichen ab dem 28. Dezember bei privaten Zusammenkünften maximal zehn Geimpfte und Genesene treffen dürfen. Bundesweit sollen laut der Beschlussvorlage zudem Clubs und Diskotheken schliessen.

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