Deutsche Bank legt Rekordzahlen vor
Deutschlands grösstes Geldhaus hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Getrübt wird der Geschäftserfolg durch neuerliche Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Mit gut 9,7 Milliarden Euro vor Steuern erzielte die Deutsche Bank das beste Vorsteuerergebnis ihrer Geschichte. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 6,1 Milliarden Euro, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Konzernchef Christian Sewing sieht das Institut «auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, der europäische Champion zu werden».
Getrübt wird der Geschäftserfolg durch die erneuten Ermittlungen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter wegen des Verdachts der Geldwäsche, die am Tag vor der Bilanzvorlage bekannt wurden: Ermittler durchsuchten auf der Suche nach Beweisen unter anderem die Zentrale in Frankfurt und Geschäftsräume in Berlin. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft geht es um frühere Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften, die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben.
Im Gesamtjahr 2024 hatte die Deutsche Bank vor Steuern knapp 5,3 Milliarden Euro verdient, der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss lag bei rund 2,7 Milliarden Euro. Ursächlich für den damaligen Gewinnrückgang war vor allem die Entschädigung früherer Postbank-Aktionäre.
Für die nächsten Jahre hat der Vorstand die Ziele bereits nach oben gesetzt: Deutlich höhere Erträge und weitere Einsparungen sollen die Eigenkapitalrendite auf mehr als 13 Prozent hieven. Den für 2025 angepeilten Wert von über 10 Prozent hat die Bank mit 10,3 Prozent erreicht.














