Verschärfte Massnahmen in einigen Regionen Frankreichs möglich

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    Frankreich erhöht in 20 Départements die Corona-Warnstufe. Die britische Mutation ist im Nachbarland auf dem Vormarsch.

    Coronavirus Frankreich Verschärfung Massnahmen
    Frankreichs Premierminister Jean Castex spricht an einer Pressekonferenz zum Coronavirus. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die französische Regierung hat die Corona-Warnstufe in 20 Départements erhöht.
    • Am 6. März könnten dort neue Massnahmen in Kraft treten.
    • In Nizza wurde ein Teil-Lockdown verhängt.

    Wegen der angespannten Corona-Lage hat Frankreichs Regierung für 20 Départements eine erhöhte Warnstufe ausgerufen. Auch der Grossraum Paris ist von der Erhöhung betroffen. In den Départements sollen nun ähnliche verschärfte Massnahmen geprüft werden, wie sie bereits in besonders heftig betroffenen Gebieten gelten. Dies kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend an.

    «Wenn sich die Situation weiter verschlechtert, werden wir verstärkte Massnahmen ergreifen, die ab dem Wochenende des 6. März in Kraft treten werden», so Castex.

    Teil-Lockdown in Nizza

    Für Nizza und die Küstenregion oder die nordfranzösische Hafenstadt Dunkerque hatten die Behörden zuletzt einen Teil-Lockdown angekündigt. Dort sollen Ausgangsbeschränkungen am Wochenende gelten: Die ansteckenderen Varianten des Coronavirus hatten sich dort verstärkt ausgebreitet. «Die Gesundheitssituation in unserem Land hat sich in den letzten Tagen verschlechtert», mahnte Castex.

    Am Mittwoch seien zum ersten Mal seit November wieder mehr als 30 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Die sogenannte britische Variante mache etwa die Hälfte der Corona-Fälle im Land aus.

    Zeit gewinnen bis zur Impfung

    «Das Virus ist in Frankreich auf dem Vormarsch, wie fast überall in Europa», so Castex. Er betonte aber, dass alles getan werden müsse, um einen dritten landesweiten Lockdown zu verzögern. Davon sei auch das bisherige Vorgehen der Regierung gekennzeichnet. «Diese Entscheidung hat sich als richtig erwiesen», so Castex.

    Die gewonnene Zeit sei kostbar, denn jeden Tag würden etwas mehr Menschen geimpft. An Lockerungen sei aktuell nicht zu denken.

    In ganz Frankreich gilt seit Wochen eine strikte Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Die Menschen dürfen dann nur mit triftigem Grund vor die Tür. Schulen und Einzelhandel sind weitgehend geöffnet.

    Frankreich setzt vor allem auf Tests. Corona-Tests sind in dem Land unproblematisch möglich – entweder Schnelltests in Apotheken oder PCR-Tests in medizinischen Laboren.

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