Held vom Bondi Beach: Darum erschoss ich Attentäter nicht
Der Held vom Bondi Beach erschoss den Attentäter nicht, da er keine Rache wollte. Er habe aus Demut gehandelt.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Held vom Bondi Beach, Ahmed al-Ahmed, erklärt, weshalb er den Angreifer nicht tötete.
- Er habe aus Demut gehandelt und keine Rache gewollt.
- Für ihn sei es okay, angeschossen worden zu sein und sein Blut gegeben zu haben.
Beim antisemitischen Anschlag beim Bondi Beach in Sydney wurde Ahmed al-Ahmed zum Helden. Er griff einen der Angreifer an, entriss ihm die Waffen und richtete sie auf ihn. Doch er drückte nicht ab, obwohl er selbst fünfmal angeschossen wurde.
Wegen der Schusswunden an Brust, Arm und Schulter lag er lange im Spital, jetzt reiste er nach New York. Dort wird er einen Spezialisten aufsuchen. Er sprach zudem mit CNN über seine Heldentat und erklärte, weshalb er nicht abdrückte.
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«Ich habe ihn nicht erschossen, weil ich aus Demut gehandelt habe», erklärt al-Ahmed. Er habe keine Rache ausüben, sondern das Leben weiterer unschuldiger Menschen retten wollen. Um seine eigene Sicherheit habe er sich nicht gesorgt, sondern um jene der Menschen am Strand.
Dass er fünf Schüsse abbekommen habe, sei «in Ordnung, um Leben zu retten». Auch finde er es okay, sein Blut für sein Land und für die Menschen herzugeben.
Während seines Spitalaufenthalts wurde Ahmed al-Ahmed auch vom australischen Premierminister Anthony Albanese besucht. Durch eine Spendenkampagne kamen mehrere Millionen Dollar zusammen. Ein Künstler verewigte den syrischen Immigranten mit einem Wandgemälde.
In New York wurde der Held vom Bondi Beach von Vertretern der jüdischen Gemeinde empfangen. Er nahm auch an einer Gala teil.
Bald wird er nach Washington reisen, wo weitere Treffen anstehen, vielleicht sogar mit Donald Trump. Darauf würde sich Ahmed al-Ahmed freuen, wie er bei CNN sagt: «Trump ist ein Held, er ist ein starker Mann.»
Am 14. Dezember schossen ein Vater und sein Sohn am Bondi Beach auf Menschen, die Chanukka feierten. 15 Personen wurden dabei getötet.
Al-Ahmed konnte den Vater entwaffnen, dieser floh aber und wurde später von der Polizei erschossen. Der Sohn wurde verletzt und festgenommen.
















