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    Verlust bei Bauern - nur Ökolandwirtschaft rentabel

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    Deutschland,

    Pandemie-Folgen, Afrikanische Schweinepest und geringe Erntemengen: Viele Bauern haben in diesem Jahr Verluste geschrieben. Anders sieht es hingegen bei den Ökobetrieben aus.

    Die Preise für Kartoffeln sind nach Angaben der Landwirtschaftskammern zuletzt gesunken. Foto: Philipp Schulze/dpa
    Die Preise für Kartoffeln sind nach Angaben der Landwirtschaftskammern zuletzt gesunken. Foto: Philipp Schulze/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die grosse Mehrheit der hauptberuflichen Bauern in Deutschland hat nach Schätzung der Landwirtschaftskammern in diesem Jahr Verluste geschrieben.

    Das Wirtschaftsjahr 2020/21 hat demnach einem Grossteil der Haupterwerbsbetriebe «ein empfindliches Gewinnminus verbunden mit Eigenkapitalverlusten» eingebracht. Lediglich Ökobetriebe arbeiteten weitgehend rentabel, wie der Verband der Landwirtschaftskammern am Dienstag mitteilte.

    Dazu trugen mehrere Faktoren bei, darunter die Folgen der Pandemie ebenso wie die Afrikanische Schweinepest und unterdurchschnittliche Erntemengen bei wichtigen Nutzpflanzen. Besonders hart getroffen sind demnach Kartoffelbauern und Schweinehalter.

    Kartoffelpreise gesunken

    Die Kartoffelpreise waren nach Angaben der Kammern um bis zu 30 Prozent niedriger. 60 Prozent der deutschen Industrie- und Speisekartoffeln wachsen in Niedersachsen: Dort sanken die Preise um ein Viertel. Die Corona-Beschränkungen und die zwei Lockdowns im Frühjahr 2020 und im Winter hatten die Nachfrage einbrechen lassen.

    Der Rückgang der Schweinefleischpreise traf neben den niedersächsischen auch die nordrhein-westfälischen Bauern stark. In beiden Bundesländern - von den Landwirtschaftskammern als «Schweinehochburgen» betitelt - gingen die Preise um über 30 Prozent zurück. Auch die meisten anderen Zweige der konventionellen Landwirtschaft kämpfen laut Mitteilung mit Gewinnrückgängen. Eine Ausnahme sind die Winzer, die im Schnitt fast ein Viertel höhere Ergebnisse erzielten.

    Die Ökobauern hingegen fuhren in allen Sparten besser als ihre konventionellen Kollegen und erzielten den Kammern zufolge im Schnitt um fast ein Fünftel höhere Gewinne.

    Die Zahl der Bauernhöfe und landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sinkt von Jahr zu Jahr. Ende 2020 waren es laut Statistischem Bundesamt knapp 263.000, darunter 228.000 Familienbetriebe. Von diesen Höfen waren gut 99.000 Haupterwerbsbetriebe. Die Tendenz ist den Landwirtschaftskammern zufolge wegen schlechter Rahmenbedingungen weiter sinkend. Die Untersuchung der Kammern basiert auf den Daten repräsentativer Testbetriebe.

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