Ukraine-Krieg verursacht in vier Jahren immense Klimaschäden
Vier Jahre Krieg und 311 Millionen Tonnen CO₂: Der Ukraine-Krieg hat nicht nur Menschen, sondern auch Klima und Umwelt massiv geschädigt.

Das Wichtigste in Kürze
- Vier Jahre Krieg in der Ukraine haben Hunderttausende Menschen getötet und verletzt.
- Dabei sind auch 311 Millionen Tonnen CO₂ in die Atmosphäre gelangt.
- Die Ukraine fordert von Russland 57 Milliarden US-Dollar Schadenersatz.
In den vier Jahren des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind nicht nur Hunderttausende Menschen getötet und verletzt worden. Auch die Umwelt und das Klima wurden massiv geschädigt.
Seit Februar 2022 sind 311 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente ausgestossen worden. Das sind halb so viel klimaschädliche Treibhausgase, wie Deutschland jährlich freisetzt.
Dies zeigen neue Berechnungen der Initiative zur Treibhausgasbilanzierung von Kriegen (IGGAW).
Ukraine-Krieg entfacht Waldbrände
Ein gutes Drittel (37 Prozent) der Gase kam demnach durch den Krieg selbst in die Atmosphäre. Etwa durch die enormen Mengen an Kerosin, Öl und Diesel, die Jets, Schiffe und Panzer verbrennen.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind vom Krieg entfachte Wald- und Buschbrände. Diese sind für ein knappes Viertel der Emissionen verantwortlich.
Sie wüteten mehrheitlich an oder nahe der Frontlinien oder in Grenzgebieten.
Schadenersatz von Russland wegen Ukraine-Krieg gefordert
Die Ukraine fordert von Russland Schadenersatz für während des Angriffskriegs erlittene Klimaschäden.
Damit soll ein umweltfreundlicher Wiederaufbau nach dem Krieg finanziert werden. Das hatte das Land auf der UN-Klimakonferenz im November in Brasilien gefordert.
Die Summe beträgt inzwischen 57 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 44,2 Milliarden Franken). Die Ansprüche sollen beim Schadensregister für die Ukraine des Europarats eingereicht werden.



















