Nach einem viertägigen Besuch in Kiew ist Menschenrechtsexpertin Dunja Mijatović von den Verbrechen im Ukraine-Krieg erschüttert. Sie fordert mehr Hilfe.
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Die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatović, im Dezember 2019. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Dunja Mijatović bezeichnet die Menschenrechtsverstösse in der Ukraine als erschütternd.
  • Die Menschenrechtsexpertin besuchte die Hauptstadt Kiew für vier Tage.
  • Mijatović fordert unter anderem den Ausbau humanitärer Hilfe für die Opfer.

Die Menschenrechtskommissarin des Europarats hat das Ausmass und die Schwere der Menschenrechtsverstösse im Ukraine-Krieg als erschütternd bezeichnet. Menschen in der Ukraine hätten entsetzliche Gräueltaten erlebt. «Jeder von ihnen verdient Gerechtigkeit und darf nicht vergessen werden.» Das schrieb Dunja Mijatović nach einem viertägigen Besuch in Kiew am Samstag in einer Mitteilung.

Mijatović ermahnte in ihrem Schreiben: «Menschenrechte enden im Krieg nicht, sie treten nicht in den Hintergrund.» Auch das Völkerrecht müsse von allen in allen Umständen geachtet werden. Mijatović forderte, die humanitäre Hilfe für Opfer im Ukraine-Krieg auszubauen und die Unterstützung bei der Nachverfolgung von Verbrechen aufrechtzuerhalten.

Der Europarat ist gemeinsam mit seinem Gerichtshof für die Wahrung der Menschenrechte in den 46 Mitgliedstaaten zuständig. Er ist kein Organ der Europäischen Union. Die Ukraine ist Mitglied im in Strassburg stationierten Europarat. Russland wurde wegen des Angriffskriegs auf sein Nachbarland ausgeschlossen.

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