Kiew habe von den für den Ukraine-Krieg benötigten Waffen bislang nur knapp einen Zehntel bekommen. Das erklärte am Dienstag Vize-Ministerin Hanna Maljar.
Waffenlieferungen Ukraine Krieg
Die USA und andere Nato-Ländern liefern immer wieder neue Waffen in die Ukraine. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland hat deutlich mehr Material und Soldaten zur Verfügung als die Ukraine.
  • Man habe erst einen Zehntel der nötigen Waffen bekommen, so eine ukrainische Ministerin.
  • Ohne deutliche Zeitpläne der ausländischen Unterstützung könne die Ukraine nicht gewinnen.

Die Ukraine hat nach Angaben ihrer Militärführung aus dem Ausland bislang nur ein Zehntel der notwendigen Waffenhilfe bekommen. «Von dem, was die Ukraine gesagt hat, dass sie es braucht, haben wir bis heute etwa zehn Prozent». Dies sagte Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar am Dienstag im ukrainischen Fernsehen. Russland sei an Rüstung und Zahl der Soldaten unendlich überlegen.

Die Ukraine verschiesse täglich 5000 bis 6000 Artilleriegeschosse, Russland etwa zehn Mal so viele, sagte Maljar in Kiew. «Egal wie die Ukraine sich anstrengt, egal wie professionell unsere Armee ist: Ohne Hilfe von Partnern werden wir diesen Krieg nicht gewinnen können.»

Ukraine-Krieg: Klare Zeitpläne bei Waffenlieferungen nötig

Die ausländischen Unterstützer sollten klare Zeitpläne für ihre Militärhilfe aufstellen, sagte die Vizeministerin. Der Ukraine-Krieg dauert seit dem russischen Angriff am 24. Februar an.

Präsidentenberater Mychajlo Podoljak forderte ebenfalls schnellere Waffenlieferungen. «Morgens Croissants mit Raketen, nachts Sirenen zum Gutenachtlied, Städte mit einer tausendjährigen Geschichte verschwinden. Das wird die Realität sein, wenn das Tempo der Waffenlieferungen so bleibt», schrieb er auf Twitter.

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