Ukraine-Krieg: Friedenstreffen zwischen Putin & Selenskyj vom Tisch

Simon Binz
Simon Binz

Ukraine,

Laut dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz scheint ein Friedenstreffen zwischen Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj bereits vom Tisch zu sein.

Putin Ukraine Krieg
Was für Ziele hat Wladimir Putin im Ukraine-Krieg? Ein Friedenstreffen mit Selenskyj jedenfalls hat für ihn offenbar keine Priorität. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Friedrich Merz wird es nicht zu einem Treffen zwischen Putin und Selenskyj kommen.
  • Das sagte der deutsche Bundeskanzler bei einem Zusammentreffen mit Emmanuel Macron.
  • Auch den USA scheint es zu dämmern, dass der Kreml-Chef sich nicht mit Kiew treffen will.

Nach den jüngsten Gesprächen zum Ukraine-Krieg im Weissen Haus gab Donald Trump einen Friedensgipfel bekannt. Stolz verkündete der US-Präsident, er werde ein Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin in die Wege leiten. Doch mittlerweile scheint ein solches Treffen in weite Ferne gerückt zu sein.

In die weite Ferne scheint vielleicht sogar noch etwas zu hoffnungsvoll ausgedrückt. Denn der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einem Treffen mit Emmanuel Macron klargemacht, dass ein Zusammenkommen von Putin und Selenskyj offenbar vom Tisch ist.

Wird es zum Treffen zwischen Selenskyj und Putin kommen?

Wörtlich sagte Merz am Donnerstag, als er auf den Ukraine-Krieg angesprochen wurde: «Wir müssen uns mit diesem Thema heute erneut beschäftigen. Dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es offensichtlich nicht zu einem Treffen zwischen Präsident Selenskyj und Präsident Putin kommen wird.»

Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, habe er noch ernüchtert hinterher geschoben: «Anders als es zwischen Präsident Trump und Präsident Putin in der letzten Woche verabredet war, als wir gemeinsam in Washington waren.»

Ukraine krieg
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron trafen sich am Donnerstag im Süden Frankreichs. Auf den Ukraine-Krieg angesprochen meinte Merz, dass ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj nicht stattfinden werde. - keystone

Frust ist am Donnerstagabend (Schweizer Zeit) auch aus dem Weissen Haus zu vernehmen. Sprecherin Karoline Leavitt meinte gegenüber Journalisten: «Beide Seiten dieses Krieges sind nicht bereit, ihn selbst zu beenden. Ich denke, der Präsident wird später einige zusätzliche Erklärungen dazu abgeben.»

«Russland will Krieg»

Nach seinem Telefonat mit Putin Anfang vergangener Woche erklärte Trump, der Kremlchef habe einem Treffen mit Selenskyj zugestimmt. Moskau relativierte dies jedoch und sprach lediglich von der Bereitschaft, die laufenden bilateralen Friedensgespräche auf eine höhere Ebene zu verlagern.

Ein direktes Treffen zwischen den Präsidenten stellt sich Russland frühestens am Ende eines Verhandlungsprozesses vor. Also dann, wenn eine Vereinbarung unterzeichnet werden soll. Damit verzögert Putin ein mögliches Kriegsende. Unterdessen griff die russische Armee am Donnerstag erneut Kiew an. Laut Innenministerium kamen dabei 21 Menschen ums Leben, darunter vier Kinder.

Ukraine-Krieg
Wolodymyr Selenskyj versucht Donald Trump einmal mehr klarzumachen, dass Russland keinen Frieden wolle. - keystone

Im Anschluss telefonierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (66) mit Trump und Selenskyj. Auf X schrieb sie danach: «Wir müssen einen gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine mit soliden und glaubwürdigen Sicherheitsgarantien sichern, die das Land in ein stählernes Stachelschwein verwandeln werden.»

Am Abend wandte sich Selenskyj dann direkt an Trump. In einem Beitrag auf X kommentierte er den russischen Angriff auf Kiew: «Dieser Schlag zeigt deutlich, dass sich die Ziele Russlands nicht geändert haben. Sie wollen Krieg, und zwar nicht nur gegen unser Volk und unsere Städte, sondern gegen jeden auf der Welt, der sich um Frieden bemüht.»

Es sei ein Schlag gegen die Ukraine, gegen Europa – und auch gegen Präsident Trump und gegen andere globale Akteure.

Kommentare

User #2116 (nicht angemeldet)

Ich sehe eigentlich in diesem Konflikt nur noch eine Chance, dass man mal Wettstein nach Moskau schickt um seine intelligenten Fragen an Putin zu richten, das könnte eventuell etwas bringen!?

User #3947 (nicht angemeldet)

Es weiss jeder, dass Putin nicht an einem Frieden interessiert ist. Schaut mal nur schon, was er seit Jahrzehnten so macht. Und er sagt, er möchte die Zustände von vor der Befreiung Osteuropas vor etwas mehr als dreissig Jahren. Er hat sich ja einen Seitenstüpfer gegen Trump an der Pressemitteilung, eine Pressekonferenz war es ja nicht, Fragen waren nicht erlaubt, nicht nehmen lassen. Trump bemühe sich die Geschichte Russlands zu verstehen. Er wird von Putin an der Nase rumgeführt, wie alle Putinfreunde.

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