Erstmals ist es für Schweizer Politiker möglich, seit Beginn des Ukraine-Kriegs nach Kiew zu reisen. So plant auch die Nationalratspräsidentin einen Besuch.
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Irène Kälin und weitere Parlamentarier planen eine Reise in die Ukraine. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Irène Kälin und weitere Parlamentarier planen eine Reise in die Ukraine.
  • Sie haben eine entsprechende Einladung erhalten.
  • Ob sie reisen können, hängt von der Sicherheitslage ab.

Die Nationalratspräsidentin, Irène Kälin, plant zusammen mit weiteren Parlamentariern eine Reise nach Kiew. Zum ersten Mal seit dem Einmarsch der Russen in der Ukraine dürfen nämlich nun auch Schweizer Politiker ins Land.

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Irène Kälin spricht während der Wintersession 2019. - Keystone

Anlass ist eine Einladung des ukrainischen Parlamentspräsidenten, Ruslan Stefantschuk. Es ist der Gegenbesuch einer ukrainischen Delegation im Bundeshaus von 2020, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Kälin hat an Ostern entsprechende, vertrauliche Einladungen verschickt.

Zu den Adressaten gehörten unter anderem GLP-Nationalrat Martin Bäumle, EVP-Nationalrat Nik Gugger und die Grüne Christine Badertscher. Gemäss der Zeitung soll die Reise in den kommenden Tagen stattfinden.

Ukraine Krieg: Neben Kiew soll auch Butscha besucht werden

Die Schweizer Politiker sollen neben der Hauptstadt Kiew auch den Vorort Butscha besuchen. Dort wurden vor ein paar Wochen russische Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung aufgedeckt.

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Ruslan Stefantschuk, Präsident des ukrainischen Parlaments.
Martin Bäumle GLP Wahlen
Martin Bäumle im Interview mit Nau.ch.
Nik Gugger
Auch Nik Gugger erhielt eine Einladung von Kälin.
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Ignazio Cassis besuchte kürzlich ein Flüchtlingslager nahe der ukrainischen Grenze.

Bundespräsident Ignazio Cassis besuchte vor zwei Wochen ein Flüchtlingslager nahe der ukrainischen Grenze. Zu einem Treffen zwischen ihm und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kam es jedoch nicht.

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Ob die Reise tatsächlich stattfindet, hängt von der Sicherheitslage ab. Die Schweizer Delegation äusserte sich gegenüber dem «Sonntagsblick» bedeckt. Sie wolle sich erst äussern, wenn es so weit sei. Eingeladen seien neben den Schweizer Politikern noch andere Parlamentarier westlicher Staaten.

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