Spanien verhängt Waffenembargo gegen Israel

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Spanien,

Spanien verhängt ein sofortiges Waffen- und Treibstoffembargo gegen Israel, um nach Angaben der Regierung den «Völkermord in Gaza» zu stoppen.

Pedro Sanchez
Das spanische Kabinett von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat ein Gesetzesdekret erlassen, das den Handel mit Rüstungsgütern nach Israel verbietet. (Archivbild) - keystone

Das Kabinett von Ministerpräsident Pedro Sánchez billigte dazu ein Gesetzesdekret, das sofort in Kraft tritt. Das teilte die linksgerichtete Regierung mit. Das Embargo ist Teil eines Pakets von neun Massnahmen, das Sánchez vor zwei Wochen angekündigt hatte.

Damit will Madrid nach eigenen Angaben dazu beitragen, den «Völkermord in Gaza zu stoppen». Die übrigen Massnahmen waren bereits zuvor verabschiedet worden. Die Verordnung untersagt sowohl den Handel mit Rüstungsgütern als auch mit Gütern und Technologien mit doppeltem Verwendungszweck, die dem israelischen Militär zugute kommen könnten.

Militärische Nutzung von Treibstoffen unterbunden

Zudem verbietet sie den Transit von Treibstoffen mit Ziel Israel über spanische Häfen und über den Luftraum des Landes, wenn diese militärisch eingesetzt werden können. Zu den «Massnahmen gegen den Völkermord in Gaza und zur Unterstützung der palästinensischen Bevölkerung» zählen auch Einreiseverbote für israelische Minister, zusätzliche Mittel für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) sowie ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen.

Ein Gesetzesdekret ist in Spanien eine vorläufige Rechtsnorm, die unmittelbar wirksam wird, aber innerhalb von 30 Tagen vom Abgeordnetenhaus bestätigt oder aufgehoben werden muss. Beobachter rechnen damit, dass das Parlament in Madrid dem Waffenembargo zustimmen wird.

Kommentare

User #5419 (nicht angemeldet)

Das Treibstoffembargo ist das wo sich vor allem Anrainerstaaten anschliessen sollen. Dann geht den selbstüberhohten der Saft aus.😋

User #2806 (nicht angemeldet)

Darf man das überhaupt? Was sagt Washington dazu?

Weiterlesen

Friedrich Merz
5 Interaktionen
EU-Vorschlag

MEHR IN NEWS

1 Interaktionen
Zürich
Bildschirm
1 Interaktionen
Angriff aus dem Büro
Stadtpolizei Winterthur
Winterthur ZH

MEHR NAHOST-KONFLIKT

Libanon
81 Interaktionen
Nahost-Konflikt
Kühne+Nagel
3 Interaktionen
Schindellegi
x
992 Interaktionen
Börsen-Fall

MEHR AUS SPANIEN

de
5 Interaktionen
Schmerzmedi-Beichte
Pedro Sanchez
3 Interaktionen
Madrid
Alexia Putellas FC Barcelona
3 Interaktionen
38 Titel!