Umfrage: Jeder Fünfte will mehr Gold bei der Nationalbank
War der Goldverkauf ein Fehler? Laut einer neuen Studie will in der Schweiz jeder Fünfte die Goldreserven der Nationalbank aufstocken.

Das Wichtigste in Kürze
- Jede fünfte Person will die Goldreserven bei der Schweizerischen Nationalbank aufstocken.
- Das zeigt eine Edelmetall-Studie, die am Freitag veröffentlicht wurde.
- Hintergrund ist eine weltweit veränderte Goldstrategie vieler Notenbanken.
Hierzulande hat sich jede fünfte Person in einer repräsentativen Umfrage für eine Aufstockung der Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank ausgesprochen.
Ihrer Meinung nach hätte die Nationalbank nach dem Millenniumswechsel ihre Goldbestände halten sollen, um weitaus grössere Gewinne verbuchen zu können.
Gemäss der am Freitag veröffentlichten Zusatzbefragung zur Edelmetall-Studie des Edelmetallhändlers Philoro und der Universität St. Gallen befürworteten fünfzehn Prozent der Befragten eine leichte Erhöhung der Goldbestände. Weitere fünf Prozent sprachen sich für eine starke Aufstockung aus.

Nur elf Prozent plädierten demnach für einen Abbau der Reserven. Rund 37 Prozent wollten den Goldbestand unverändert lassen, während knapp ein Drittel keine Meinung angab.
Die Umfrage wurde von Juli bis September 2025 unter 3012 Erwachsenen durchgeführt.
Die Schweizerische Nationalbank hält derzeit 1040 Tonnen Gold. Zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2009 verkaufte sie 1300 Tonnen Gold, mehr als die Hälfte ihrer Bestände.
Hintergrund der Diskussion ist eine weltweit veränderte Goldstrategie vieler Notenbanken. Seit 2022 sind Zentralbanken laut Marktschätzungen wieder deutliche Nettokäufer von Gold.
Vor allem Länder in Osteuropa und Asien wie China, Indien oder Polen stockten ihre Bestände auf. Dies taten sie, um Reserven breiter zu diversifizieren, sich teilweise vom US-Dollar zu lösen und Risiken an den Finanzmärkten abzufedern. Gold gilt dabei als wertstabile Anlage ohne Gegenparteirisiko.







