Spahn berät mit Experten der Fraktionen über Coronavirus

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Deutschland,

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Spahn zu gemeinsamen Anstrengungen aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte derweil für «Mass und Mitte»

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Gesundheitsexperten die aktuelle Lage zum Coronavirus diskutiert. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Gesundheitsexperten die aktuelle Lage zum Coronavirus diskutiert. Foto: Kay Nietfeld/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Samstag mit den Gesundheitspolitikern aller Bundestagsfraktionen über die Lage angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus beraten.

Er habe sie in einer Telefonkonferenz «über die dynamischen Entwicklungen der letzten drei Tage informiert», teilte der CDU-Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter mit. «Wir werden am Montag in einer Sondersitzung des Ausschusses für Gesundheit erneut zusammenkommen. Es ist mir wichtig, in dieser Situation parteiübergreifend zu informieren.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte dennoch für «Mass und Mitte» beim Umgang mit dem neuartigen Coronavirus. Es sollten nicht alle Veranstaltungen deshalb abgesagt werden, sagte sie am Freitagabend auf ihrem Jahresempfang in ihrem vorpommerschen Bundestagswahlkreis in Stralsund. Deutschland gehöre zu den Ländern, die die besten Voraussetzungen hätten, um mit dem Virus klarzukommen.

Für kommenden Freitag ist zudem ein Sondertreffen der europäischen Gesundheitsminister in Brüssel geplant. «Wir stehen am Beginn einer Epidemie, in Deutschland und in Europa. Das erfordert gemeinsames Handeln», erklärte Spahn in einer Mitteilung seines Ministeriums.

Das Virus hat sich von China aus verbreitet, in Europa ist Italien am stärksten betroffen. In Deutschland gibt es inzwischen deutlich mehr als 50 registrierte Infizierte. Betroffen sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Hamburg beziehungsweise Schleswig-Holstein. Besonders stark betroffen ist derzeit der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen mit 38 Infizierten.

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