Laut Berichten: Teheran erwägt Gebühren für Schiffe nach 60 Tagen

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Simon Binz

Pakistan,

Die USA und der Iran einigen sich auf ein Rahmenabkommen. Die Unterzeichnung soll am Freitag in der Schweiz erfolgen. Das neueste gibt es hier im Ticker.

Donald Trump
Donald Trump ist zufrieden: Deal wird am Freitag in Genf unterzeichnet - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und der Iran habe sich auf ein Friedensabkommen geeinigt.
  • Die Unterzeichnung soll am Freitag in der Schweiz stattfinden.
  • Die Strasse von Hormus soll nach der Unterzeichnung geöffnet werden.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben die USA und der Iran eine vorläufige Übereinkunft für einen Ausweg aus dem Iran-Krieg gefunden. Das bestätigten neben dem Vermittler Pakistan auch die Regierungen der USA und des Irans. Beide Seiten sicherten die sofortige und endgültige Beendigung der Militäroperationen an allen Fronten zu, einschliesslich im Libanon.

Die offizielle Unterzeichnung soll am Freitag in Genf stattfinden. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel zentrale Strasse von Hormus soll nach der Unterzeichnung geöffnet werden. Trump ordnete zudem das Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen «umgehend» an. Die Ölpreise fielen bereits kurz nach Bekanntwerden der Einigung deutlich.

Kehrt im Nahen Osten nun Frieden ein?

Das Rahmenabkommen ist allerdings nur ein Zwischenschritt. Weitere Vereinbarungen – insbesondere zum iranischen Atomprogramm – sollen in einem zweiten Abkommen folgen. Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien erklärten sich bereit, die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Strasse von Hormus mit einer defensiven Mission zu unterstützen.

Im Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:

Berichte: Toter bei israelischem Drohnenangriff im Libanon

19.00: Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran ist es Berichten zufolge zu einem tödlichen Drohnenangriff Israels im Süden des Libanons gekommen.

Der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge wurde ein Auto in der Nähe der Ortschaft Kfar Tebnit angegriffen. Der Fahrer kam demnach bei dem Vorfall ums Leben.

trump
US-Präsident Donald Trump soll das Iran-Abkommen bereits digital unterschrieben haben. - keystone

Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, ein Fahrzeug sei von einer Drohne attackiert worden, um «eine Bedrohung zu eliminieren». Israels Armee teilte auf Anfrage lediglich mit, man prüfe die Angaben.

US-Kreise: Trump hat Iran-Abkommen digital unterschrieben

18.50: Vor der offiziellen Unterzeichnung eines Rahmenabkommens an diesem Freitag haben US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance US-Regierungskreisen zufolge das entsprechende Dokument bereits digital unterzeichnet.

Das sagte ein hochrangiger US-Regierungsbeamter. Von iranischer Seite habe der Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf unterschrieben. Aus Teheran gab es zunächst keine Bestätigung dafür.

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

17.00: Die Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen erstreckt sich nach Angaben der Hisbollah auch auf den Libanon.

Das geht aus einer Mitteilung der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz hervor. Die Verhandlungsführung der iranischen Seite wird darin überschwänglich gelobt.

libanon
Die Waffenruhe gilt auch für den Libanon. (Symbolbild) - keystone

Gleichzeitig heisst es, man halte fest an dem «legitimen und unveräusserlichen Recht des Libanon, sein Land, seine Menschen und Souveränität zu verteidigen, bis ein vollständiger Abzug erreicht ist und die Gefangenen zurückgekehrt sind».

Berichte: Teheran erwägt Gebühren für Schiffe nach 60 Tagen

15.00: Der Iran könnte Medienberichten zufolge im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA nach einer Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Strasse von Hormus verlangen.

Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hiess es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Medienberichte liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai wiederholte bei seiner wöchentlichen Pressekonferenz die Darstellung, der Iran werde eine Art Maut für Navigationsdienstleistungen und Umweltschutzmassnahmen erheben.

In der Vergangenheit hatte die Islamische Republik mit dem Oman über einen Mechanismus zur Durchfahrt gesprochen und eine neue Behörde zur Regelung des Verkehrs dort eingerichtet.

Entsprechende Gebühren würden gegen internationales Seerecht verstossen. Die Berichte in iranischen Medien könnten auch zur Besänftigung der Hardliner-Fraktionen in der iranischen Politik gedacht sein.

Diese hatten zuletzt gegen einen Verhandlungsfrieden protestiert. Zudem erlaubt dieser neuerliche Aspekt dem Iran, den Druck in weiteren Verhandlungen aufrecht zu halten.

Schweiz begrüsst die Absichtserklärung zwischen USA und Iran

12.46: Die Schweiz begrüsst die von Katar und Pakistan vermittelte Absichtserklärung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stehe mit allen Beteiligten in «engem Kontakt», um eine mögliche Unterzeichnung in der Schweiz Ende dieser Woche zu ermöglichen, hiess es auf Anfrage.

Cassis
Bundesrat und Aussenminister Ignazio Cassis. - keystone

«Die Deeskalation und Stabilisierung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten hat für die Schweizer Aussenpolitik hohe Priorität», sagte EDA-Sprecher Nicolas Bideau am Montag zu Keystone-SDA.

Pakistan hatte eine Unterzeichnung der Vereinbarung für Freitag in Genf in Aussicht gestellt.

Israels Verteidigungsminister: Bleiben im Südlibanon

12.02: Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen.

Katz reagierte damit auf eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die am Freitag in Genf unterzeichnet werden soll.

Israel Katz
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz. - dpa

Israel rechnet damit, dass eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran auch mit einem Ende der Kämpfe gegen die libanesische Hisbollah-Miliz verknüpft wird.

Katz erklärte weiter, er sei sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einig, dass die israelische Armee ohne zeitliche Begrenzung in den «Sicherheitszonen» im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleibe, um von dort aus die Grenze und die israelischen Gemeinden zu schützen.

Nahost-Rahmenabkommen beschert Schweizer Aktien Kursgewinne

09.59: Am Schweizer Aktienmarkt ist das Aufatmen nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran für ein Rahmenabkommen ähnlich ausgeprägt wie an den wichtigsten europäischen Finanzplätzen.

Zwar fehlen noch wichtige Details, Investoren werten die jüngsten Ankündigungen aber schon mal als den lang ersehnten Durchbruch.

Gleichzeitig warnen einige Experten vor verfrühtem Optimismus. Die Einigung sei nur ein Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess, der seine grössten Hürden noch vor sich hat.

DAX Performance Index SMI
Im SMI sind die Gewinner (18) klar in der Überzahl. (Symbolbild) - keystone

Für den SMI geht es den auch im frühen Handel um 0,99 Prozent aufwärts auf 13'844,22 Punkte. Von seinem Rekordhoch bei 14'063 Punkten Ende Februar ist er damit nur noch etwa 220 Punkte entfernt.

Der SMIM der mittelgrossen Werte gewinnt 1,58 Prozent auf 3087,98 Punkte und der breite SPI 1,13 Prozent auf 19'545,14 Zähler.

Im SMI sind die Gewinner (18) klar in der Überzahl. Lediglich die beiden defensiven Swisscom (-1,3%) und Roche (-0,6%) weisen Kursverluste aus.

Bericht: Trump droht ohne Atomdeal mit neuen Militärschlägen

09.48: Für den Fall, dass nach dem Abschluss des Rahmenabkommens mit dem Iran keine Einigung zu Teherans Atomprogramm gelingt, hat US-Präsident Donald Trump der «New York Times» zufolge Konsequenzen angekündigt.

Donald Trump
Kaum haben sich Iran und USA auf eine Absichtserklärung geeinigt, erhebt Trump schon wieder den Drohfinger. (Archivbild) - keystone

Er werde die Militärschläge wieder aufnehmen oder die USA zum «Wächter des Nahen Ostens» machen und als solcher künftig 20 Prozent der Einnahmen in der Region kassieren, zitiert ihn die Zeitung aus einem Telefonat mit ihm am Abend seines 80. Geburtstags am Sonntag (Ortszeit).

Die «New York Times» gab Trumps Aussagen aus dem Gespräch fast ausschliesslich indirekt wieder. Dem US-Präsidenten zufolge soll die Strasse von Hormus mit dem Abkommen letztlich «dauerhaft gebührenfrei» bleiben.

Libanon: Israel setzt Luftangriffe im Süden fort

09.35: Die israelische Armee hat ihre Angriffe im südlichen Libanon nach dortigen Angaben trotz des verkündeten Rahmenabkommens im Iran-Krieg vorerst fortgesetzt.

Israel habe unter anderem die Umgebung der Stadt Nabatija angegriffen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. Bei einem Drohnenangriff habe es mehrere Verletzte gegeben.

Libanon
Rauchschwaden nach israelischen Angriffen am Rande der südlibanesischen Stadt Nabatijeh (Archivbild). - keystone

Augenzeugen berichteten ebenfalls von neuen israelischen Angriffen im Raum der strategisch wichtigen Stadt.

Libanesische Sicherheitskreise berichteten von Angriffen im Südlibanon mit Artillerie und Drohnen durch die Nacht und bis in die Morgenstunden mit einer vorübergehenden Pause.

Der Beschuss und die Drohnenangriffe gingen demnach am Morgen aber weiter.

Deutliches Plus an Börse nach Iran-Einigung erwartet

08.40: Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Montag mit deutlichen Kursgewinnen in die neue Woche starten.

Auslöser ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, das Hoffnungen auf ein Ende des monatelangen Krieges und eine Entspannung im Nahen Osten weckt. Ende dieser Woche soll das Abkommen in Genf unterzeichnet werden.

Während die Europäer ihre Hilfe für die Sicherung der Strasse von Hormus anbieten, warnen Experten vor verfrühtem Optimismus. Die Einigung sei nur ein Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess, der noch erhebliche Hürden überwinden müsse.

An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht dennoch für Erleichterung. In Asien legten die wichtigsten Aktienindizes bereits deutlich zu, und auch für Europa werden kräftige Auftaktgewinne erwartet.

Der Broker IG indizierte den Schweizer Leitindex SMI und den deutschen Dax zuletzt jeweils mehr als ein Prozent höher.

Diese 14 Punkte sollen im Iran-Abkommen stehen

08.20: Die USA und Iran haben sich offenbar auf eine Absichtserklärung zur Beendigung ihres Kriegs geeinigt. Sie soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump und Irans stellvertretendem Aussenminister Kasem Gharibabadi am Freitag, 19. Juni, unterzeichnet werden.

Offizielle Details zum Inhalt der Vereinbarung gibt es bisher nicht. Weder Washington noch Teheran äusserten sich bislang genauer dazu.

Die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Mehr News Agency berichtet jedoch, den Entwurf der Vereinbarung zu kennen:

1. Ein dauerhafter und sofortiger Stopp der Feindseligkeiten an allen Fronten, einschliesslich des Libanon.

2. Die USA sagen zu, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Irans einzumischen und dessen Souveränität zu respektieren.

3. Die vollständige Aufhebung der Seeblockade binnen 30 Tagen.

4. Ein Abzug US-amerikanischer Streitkräfte aus den Gebieten rund um den Iran.

5. Die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus binnen 30 Tagen unter iranischen Regelungen.

6. Die Aussetzung von Sanktionen gegen Ölverkäufe, Petrochemie und deren Derivate sowie der vollständige Zugang des Iran zu den daraus resultierenden Finanzmitteln.

7. Eine Verpflichtung der USA und ihrer Verbündeten, Wiederaufbaupläne für den Iran im Umfang von mindestens 300 Milliarden Dollar vorzulegen.

hormus blockade
Die Strasse von Hormus soll gemäss Nachrichtenagentur Mehr binnen 30 Tagen unter iranischen Regelungen wiedereröffnet werden. - keystone

8. Verhandlungen über 60 Tage mit dem Ziel einer endgültigen Vereinbarung zu Nuklearfragen, der vollständigen Aufhebung aller primären und sekundären US-Sanktionen sowie einschlägiger Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde.

9. Die Einrichtung eines Mechanismus zur Überwachung der Umsetzung.

10. Während der Verhandlungen werden die USA ihre Streitkräfte in der Region nicht verstärken und keine neuen Sanktionen verhängen.

11. Die erneute iranische Zusage, keine Atomwaffen zu entwickeln

12. Die Freigabe von 24 Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Vermögenswerte während der 60-tägigen Schlussverhandlungen – die Hälfte soll vor Gesprächsbeginn verfügbar sein.

13. Das endgültige Abkommen wird durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats genehmigt.

14. Das endgültige Abkommen soll sich laut Bericht ausschliesslich auf drei Themen konzentrieren: den Umgang mit angereichertem Material und Anreicherungsaktivitäten, die Aufhebung von Sanktionen sowie den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Iran.

Experte warnt : Trumps Iran-Deal ist nicht mal «Anfang vom Ende»

07.12: Nach der Einigung zwischen dem Iran und den USA auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung ihres Konflikts warnen Experten vor verfrühtem Optimismus.

Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security gibt zu bedenken:

«Selbst wenn es Bestand hat, bleiben die schwierigen Fragen bestehen: das iranische Atomprogramm, die Unterstützung von Stellvertretern, Raketen und Drohnen sowie die Unterdrückung im Inland.»

Die im Rahmenabkommen ausgesparten Punkte seien genau die, die erst zum Krieg geführt hätten, schrieb er auf der Plattform X.

Das Rahmenabkommen sei deshalb keinesfalls das Ende des Krieges, nicht einmal «der Anfang vom Ende». Es könne aber ein erster Schritt in die richtige Richtung sein, meint Fontaine.

Iran
«Das ist ein Regime, das nach wie vor zutiefst gekränkt ist», sagt ein Experte. - Keystone

Auch Karim Sadjadpour von der Denkfabrik Carnegie sagte, er sehe in der Einigung noch kein Ende des Krieges. Vor allem der Krieg im Libanon werde weiterhin eine Quelle von Spannungen bleiben, sagte er dem Sender CNN.

Erschwert würden die Friedensbemühungen durch die belastete Beziehung beider Länder. Zur Führung in Teheran sagte er: «Das ist ein Regime, das nach wie vor zutiefst gekränkt ist.»

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten die USA und der Iran zuvor eine vorläufige Übereinkunft für einen Ausweg aus dem Iran-Krieg verkündet. Unterzeichnet werden soll das Dokument demnach am Freitag in der Schweiz.

Israelische Quellen: Israel wird sich nicht aus dem Libanon zurückziehen

07.05: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat US-Präsident Donald Trump laut israelischen Quellen mitgeteilt, dass Israel nicht aus dem Libanon abziehen werde. Israel sehe sich demnach auch nicht an die Libanon-Klausel im Abkommen mit Iran gebunden.

Netanyahu machte laut den Quellen klar, dass die israelische Armee in ihren derzeitigen Stellungen im Libanon bleiben werde.

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Donald Trump Gaza
Netanjahu soll Trump mitgeteilt haben, dass sich Israel nicht aus dem Libanon zurückziehen werde. (Archivbild) - keystone

ie werde weiter gegen Bedrohungen durch die Hisbollah vorgehen. Dazu zählten die Zerstörung von Infrastruktur und Reaktionen auf mögliche Angriffe gegen Israel.

In der israelischen Regierung herrscht demnach die Einschätzung, dass Israel im Libanon an seinen Sicherheitsinteressen festhält. Netanyahu erhielt dafür laut Bericht bei der Kabinettssitzung volle Rückendeckung.

Trump äussert sich zu Details des Iran-Abkommens

05.11: Trump hat sich im Interview mit der «New York Times» auch zu der Uran-Frage geäussert. Er meinte, das endgültige Abkommen mit dem Iran werde Teheran auf eine Anreicherung auf so niedrigem Niveau beschränken, dass diese «niemals militärisch genutzt werden könnte».

Auf die Frage, ob diese Grenze derjenigen des Abkommens aus der Obama-Ära entspreche – das die Anreicherung auf 3,67 Prozent begrenzte –, sagte Trump laut «New York Times» lediglich, das neue Abkommen werde sicherstellen, dass der Iran «nur zu nichtmilitärischen Zwecken anreichern darf. Für immer.»

Trump erklärte zudem, sollte die iranische Führung regierungskritische Proteste niederschlagen, werde dies eine vollständige Aufhebung der Sanktionen verhindern. Diese Bedingung ist in der Vereinbarung allerdings nicht enthalten.

Trump droht bei Scheitern von Deal mit weiteren Angriffen

04.31: In dem Interview mit der «New York Times» droht Trump, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, falls keine endgültige Einigung über Teherans Nuklearprogramm zustande komme.

Laut dem Bericht betonte der US-Präsident, erst die Raketen- und Bombenangriffe hätten den Iran zum Einlenken gebracht. «Sie wollten den dritten Angriff nicht», sagte Trump. «Ihnen liegt am Überleben.»

«Unter dem Strich hatten diese Angriffe, die wir durchgeführt haben, einen enormen Einfluss darauf, dass dieses Abkommen zustande kam – einen enormen Einfluss.»

Trump nennt Netanyahu «schwierig» und fordert Dankbarkeit

04.15: US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu scharf kritisiert. In einem Gespräch mit der «New York Times» nach der Ankündigung des Abkommens mit dem Iran warf Trump ihm vor, mit Angriffen auf den Libanon die finale Einigung beinahe zum Scheitern gebracht zu haben.

Iran Deal
Haben das Heu nicht mehr auf der gleichen Bühne: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump. - keystone

«Er ist ein sehr schwieriger Typ», sagte Trump über Netanyahu. «Und ehrlich gesagt sollte er uns sehr dankbar sein, dass wir das getan haben. Denn wenn Iran eine Atomwaffe hätte, würde es Israel keine zwei Stunden mehr geben.«

Iran: Entwurf für Abkommen soll 14 Punkte umfassen

03.45: Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr enthält der Entwurf für ein Abkommen 14 Punkte. Vorgesehen seien unter anderem eine sofortige und dauerhafte Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten, die Aufhebung der Seeblockade innerhalb von 30 Tagen, ein US-Truppenabzug aus der Umgebung Irans und die Wiederöffnung der Strasse von Hormus.

Genannt würden zudem die Aussetzung der Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe, eine Einigung in der Nuklearfrage innerhalb von 60 Tagen sowie die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte von 24 Milliarden Dollar. Themen wie das iranische Raketenprogramm seien von der Agenda gestrichen worden.

Das Weisse Haus hat bisher noch keinen Text zu der Vereinbarung veröffentlicht.

Iran: Rahmenabkommen unter Führung von Chamenei finalisiert

02.31: Der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat hat nach eigenen Angaben das Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei finalisiert. Die Verhandlungen seien am Sonntagabend zum Abschluss gekommen, hiess es in einer Stellungnahme des Sicherheitsrates, die von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde.

Das Rahmenabkommen umfasse ein sofortiges Kriegsende an allen Fronten, eingeschlossen dem Libanon. Dies gelte sofort und dauerhaft. Zudem werde die US-Seeblockade sofort und vollständig aufgehoben, hiess es weiter. Von Zugeständnissen der iranischen Seite war in dem Schreiben keine Rede.

Der iranische Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi sagte laut Tasnim, die iranischen Verpflichtungen des Abkommens würden erst nach einer Unterzeichnung am Freitag in Kraft treten.

Ölpreise fallen, asiatische Börsen im Aufwind

02.15: Die Leitindizes der Börsen in Japan und Südkorea haben infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran deutlich zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte eine halbe Stunde nach Handelsstart (Ortszeit 9:30) um 4,6 Prozent zu, der südkoreanische Kospi stieg zum selben Zeitpunkt um 5,8 Prozent.

Iran-Deal
Teheran und Washington wollen die Waffen schweigen lassen. Für den Ölmarkt ist die Einigung eine gute Nachricht. (Symbolbild) - Keystone

Zeitgleich sind die Ölpreise deutlich gesunken. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August am frühen Montagmorgen 83,6 US-Dollar. Das sind rund 4,2 Prozent weniger als noch am Vortag.

UN-Chef: Einigung zwischen USA und Iran «entscheidender Schritt»

02.12: UN-Generalsekretär António Guterres hat die Einigung zwischen den USA und dem Iran als «entscheidenden Schritt» auf dem Weg zu einer friedlichen Dauerlösung des Konflikts gewürdigt.

Er bedanke sich bei allen, die dazu beigetragen hätten, und hoffe, dass die Beteiligten diesen Moment nun nutzen, um mit noch mehr Anstrengung eine endgültige Beilegung des Konflikts zu erreichen, sagte Guterres. Die Vereinten Nationen stünden jederzeit zur Unterstützung bereit.

Europäer stellen Lockerung von Sanktionen in Aussicht

01.50: Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien stellten in Aussicht, später «entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt».

Uranumwandlungsanlage
Ein Techniker arbeitet in der Uranumwandlungsanlage ausserhalb der iranischen Stadt Isfahan (Archiv). - Keystone

Die Staaten betonten aber auch, Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Sie mahnten daher auch, es sei entscheidend, nach dem neuen Rahmenabkommen mit Teheran «die Folgeverhandlungen über die Einzelheiten abzuschliessen und die Vereinbarung rasch und umfassend umzusetzen».

Europäer: Sind bereit für Mission in der Strasse von Hormus

01.40: Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien sind infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran «entschlossen», die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu unterstützen. Das umfasse auch «eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen», heisst es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Merz: Abkommen mit Iran muss «zielstrebig» umgesetzt werden

01.19: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Einigung zwischen den USA und dem Iran begrüsst und eine «zielstrebige» Umsetzung des Abkommens gefordert. «Die Strasse von Hormus muss dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt geöffnet werden», erklärte der Kanzler.

«Weitere Verhandlungen müssen in den nächsten Wochen sicherstellen, dass Iran sein militärisches Nuklearprogramm nachprüfbar beendet.» Es dürfe auch keine weiteren Angriffe gegen Israel und andere Nachbarn in der Region geben.

Strasse von Hormus soll erst Freitag geöffnet werden

01.11: Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden.

Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach werde das Öl wieder frei fliessen, zugunsten der Region und der ganzen Welt.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus gilt als wichtigster Handelsengpass der Welt. - keystone

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.

Trump bestätigt Abkommen und Öffnung von Hormus

23.42: Nach dem Vermittler Pakistan hat auch US-Präsident Donald Trump die Einigung auf ein Abkommen mit dem Iran bestätigt. Er genehmige hiermit die Öffnung der Strasse von Hormus und ordne gleichzeitig die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen an, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Pakistan: USA und Iran einigen sich auf ein Abkommen

23.30: Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des Vermittlers Pakistan auf ein Abkommen geeinigt. «Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde», schrieb Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Plattform X. Die offizielle Unterzeichnungszeremonie soll demnach am Freitag in der Schweiz stattfinden.

sharif Iran USA
Shehbaz Sharif hat den Deal zwischen den USA und Iran vermittelt. - keystone

Hisbollah setzt Angriffe auf Israels Norden fort

21.45: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat ihre Angriffe auf den Norden Israels auch nach israelischem Beschuss in Vororten von Beirut fortgesetzt. Ein aus dem Libanon abgefeuertes Geschoss sei in der Nähe der Grenzstadt Kiriat Schmona eingeschlagen, teilte die israelische Armee am Abend mit.

Es sei zu weiteren Einschlägen «verdächtiger Flugkörper» auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gekommen. Ausserdem seien mehrere Geschosse in der Nähe israelischer Soldaten im Südlibanon niedergegangen. Es gab zunächst keine Berichte zu Verletzten.

Kommentare

User #5081 (nicht angemeldet)

Der Schiedsrichter kann die Karten stecken lassen – eine Kurzwahl zum Präsidenten reicht völlig.

User #1398 (nicht angemeldet)

Ich denke, Herr Trump befiehlt genau jetzt den Europäern am G7, die 300 Milliarden zu berappen, die die USA durch sinnlose und dumme Zerstörungen verursacht haben.

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