In der norditalienischen Metropole Mailand sind am Samstagabend erneut Menschen auf die Strassen gegangen, um gegen die Corona-Massnahmen zu protestieren.
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Für alle Berufstätigen in Italien wird der Corona-Pass Pflicht. Arbeitnehmer müssen nachweisen, ob sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Foto: Riccardo De Luca/AP/dpa - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstagabend gingen 4000 Menschen in Mailand auf die Strasse.
  • Gemeinsam setzten sie ein Zeichen gegen die Corona-Massnahmen.

Die Demonstranten forderten die Abschaffung des sogenannten Grünen Passes. Darunter versteht man den Nachweis über eine Corona-Impfung, einen negativen Test oder eine Genesung. Das Zertifikat ist unter anderem nötig, um zur Arbeit gehen zu können.

Die Polizei in Mailand sprach von mehr als 4000 Teilnehmern, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Einige hätten die vorgegebene Route verlassen und für Störungen im Strassenverkehr gesorgt. Vor dem Sitz des öffentlich-rechtlichen Senders Rai riefen viele «giornalista terrorista» (Journalist Terrorist).

Seit der Ausweitung des Grünen Passes auf die Arbeitswelt Mitte Oktober hatte es wiederholt heftige Proteste gegeben. In der Adria-Stadt Triest etwa belagerten Gegner der Regelung zeitweise einen Hafen-Zugang.

In Rom gab es Krawalle und Ausschreitungen. Am Samstag demonstrierten in der italienischen Hauptstadt jedoch Tausende anlässlich des Gipfeltreffens der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20).

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